Ein Flitzer ansich ist auf dem Fußballplatz ja schon was kurioses, doch bei der Bundesligapartie FC Augsburg gegen FC Bayern München am vergangenen Sonntag trieb ein Entblöster das ungewöhnliche Spektakel noch auf die Spitze.
Einzig bekleidet mit einem Paar Schuhe und einem Cappy zauberte er einen makellosen vierfachen Flick-Flack auf den Rasen, ehe die Ordner zugreifen konnten. Die 30.000 Zuschauer in der ausverkauften SGL-Arena nahmen es mit Vergnügen zur Kenntnis, denn ihr FCA verlor mit 1:2 und dennoch konnten sie am Ende mit einem Lächeln die Heimreise antreten.
Film ab, nette Show… ![]()
Meine These: Ein Trainer sollte die von seinen Spielern eingeforderten Tugenden nach Möglichkeit nach bestem Wissen und Gewissen vorleben. Fitness, Manieren, Lebenswandel, ich sehe da keine Ausnahmen.
Beim FC Arsenal steht nun obendrein seit jeher auch noch das schöne Spiel mit schnellen Kurzpässen, viel Bewegung auf allen Positionen und natürlich der ein oder anderen eingestreuten Trickserei an oberster Stelle der von den Mitarbeitern zu verinnerlichenden Wertehierarchie. Auch da darf der Trainer gern mit gutem Beispiel vorangehen, und das tut er auch.
Beaufsichtigt wird das ganze Konstrukt der Gunners auf der Position des Teammanagers seit 1996 vom sympathischen Elsässer Arsène Wenger, der uns in folgendem Trainingsvideo beweist, dass er auch im Alter von 62 Jahren seinen Kickern noch so einiges aus der gut gefüllten Trickkiste zeigen und lehren kann…
So muss das sein, fit in den Beinen, am Ball und im Kopf, ein echtes Vorbild.
Ich möchte ja gern mal sehen, was z.B. Frank Pagelsdorf, Peter Neururer oder Klaus Toppmöller (alle drei übrigens mittlerweile seit längerem ohne Job im Profigeschäft) noch so am Ball können
Hach, die Spanier haben es eben einfach drauf. Sie sind amtierender Welt- und Europameister, belegen Platz 2 der FIFA-Weltrangliste und dominieren darüber hinaus mit begnadeten Individualisten wie Xavi, Iniesta und Villa den Vereinsfußball.
Das Zaubern liegt ihnen einfach im iberischen Blut, sodass selbst die üblicherweise so knochigen, robusten Innenverteidiger die filigrane Ballbehandlung mit Hacke und Spitze beherrschen, wie uns Iñigo Martínez (20-jähriger Defensivkünstler in Diensten von Real Sociedad San Sebastian) am vergangenen Freitag bewies. Im U21-EM-Qualifikationsspiel gegen Georgien überwand er seinen eigenen Torhüter David de Gea jedenfalls auf äußerst elegante Art und Weise…
Schon ein tolles Ding, aber das hier war noch schöner
Ich greife nochmal eine wirklich sehenswerte Szene aus dem erfolgreichen Europa League Quali Spiel von Hannover 96 gegen den FC Sevilla vom vergangenen Donnerstag heraus.
96-Stürmer Didier Ya Konan setzt mit einer unglaublichen Leichtfüßigkeit und Selbstverständlichkeit zu einem Hackentrick an, um an seinem Gegenspieler Gary Medel vorbeizukommen und das Spiel nach vorn für seine Kollegen zu öffnen. Der Ivorer wurde aufgrund seines verletzungsbedingten Trainingsrückstands erst in der 75. Minute für den Doppeltorschützen Jan Schlaudraff eingewechselt und konnte den bestehenden Spielstand von 2:1 daher nicht mehr verändern.
Mit diesem Kunststück hat er seine Hereinnahme aber allemal gerechtfertigt, tja und so darf also auch der FC Sevilla den Hannoveranern und ihrem fußballerischen Können durchaus Respekt zollen…
Einfach klasse, wenn du so einen Kicker wie Ya Konan in der Mannschaft hast. Und vielleicht klappt’s ja in der kommenden Woche im Rückspiel in Spanien sogar mit dem Einzug in die EL-Gruppenphase, beste Voraussetzungen sind schließlich geschaffen, wir drücken die Daumen.
Konsequent der Signore Roberto Mancini, seines Zeichens Trainer des Premier League Klubs Manchester City (immerhin seit Dezember 2009, erstaunlich wenn man die enorme Spielerrotation des Vereins bedenkt).
Im Testspiel gegen David Beckhams Los Angeles Galaxy wechselte er seinen Stürmer und italienischen Landsmann Mario Balotelli nach gerade einmal 31 gespielten Minuten aus, nachdem diesem beim Spielstand von 1:0 für ManCity ein Trick-Shot mit der Hacke misslungen war. Balotelli war natürlich alles andere als erfreut
Hier die Szene in Bild und Ton…
Entweder er macht ihn rein oder er lässt es bleiben, ne? ![]()
Nein, im Ernst, Mancini ging es wahrscheinlich vielmehr um eine Sanktionierung der offensichtlich mangelnden Ernsthaftigkeit, mit der Balotelli dieses Vorbereitungsspiel bestritt. Und wenn der Spieler einem dann noch so einen gefälligen Anlass bietet, dann darf man auch gern mal die Wechselkarte ziehen. Ist ja auch nicht Balotellis erste Panne.
Gemütliche Runde Fußballtennis nach dem Training, kennt man ja, denkste!
Im folgenden Video präsentieren uns zwei 3er-Teams eine beeindruckende Abwandlung des altbekannten Ball-über-die-Leine-Prinzips. Gespielt wird unter dem Hallendach, das Netz auf Kopfhöhe, so tricksen diese Künstler einen Mini-Fußball mit unglaublichen Bewegungen und Geschwindigkeiten auf die gegnerische Seite.
Fallrückzieher, Spielzüge, Blockversuche, alles drin.
Absoluter Hammer…
Ein neuer Trend auch für europäische Sporthallen? Ich glaube zu solchen Tricks und Bewegungen sind hierzulande wohl nur die Wenigsten in der Lage
Und gleich noch eins.
Der israelische Nationalmannschaftskapitän Yossi Benayoun in Diensten des FC Chelsea (vorher Liverpool, West Ham, Santander und Haifa) spitzelt den Ball in einem Vorbereitungsspiel gegen die Wycombe Wanderers mit gleich mehreren Hackentricks an Verteidiger und Torhüter vorbei ins gegnerische Tor…
Technik vom Allerfeinsten, die uns Zoran Tošić da bietet… doch vorab mal noch eine Priese Theorie, denn ja der Name kommt dem aufmerksamen deutschen Fußballfan bekannt vor…
Von Januar bis Juni 2010 stand der serbische Nationalspieler in Diensten des 1.FC Köln (war damals ausgeliehen von Manchester United, bestritt 13 Bundesligapartien, trug maßgeblich zum Klassenerhalt des FC bei, konnte jedoch aufgrund der horrenden Ablöseforderungen von ca. zehn Millionen Euro nicht gehalten werden). Seitdem ist er vertraglich an den früheren Armeeklub, amtierenden russischen Vizemeister und aktuellen Tabellenführer der Premjer-Liga ZSKA Moskau gebunden und macht dort seine Sache im zentralen Mittelfeld mehr als gut. In der aktuellen Spielzeit kommt er bisher auf 25 Pflichtspiele, 5 Tore und 8 Vorlagen.
So, und nun endlich zum Video ![]()
Übersteiger, Hackentricks, ein Doppelpass und zum Abschluss noch eine scharfe Flanke an den Fünfmeterraum, hübsch anzusehen was der 24-jährige da mit Gefühl und Übersicht auf den Rasen zaubert …
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Was Verrücktes aus der isländischen Premier League, die aus klimatischen Gründen von Mai bis September ausgespielt wird und somit logischerweise keine Sommerpause kennt. Im Ligaspiel seines Grindavik FC gegen den FC Thór Akureyri erzielte Alexander Magnusson vergangene Woche einen äußerst seltsamen Elfmeter.
Auf den ersten und zweiten Blick sieht es tatsächlich so aus als würde er den irgendwie mit dem Standbein schießen, was ich jedoch als physiologisch unmöglich bezeichnen würde ![]()
In der dritten Wiederholung wird’s dann deutlicher. Er verändert urplötzlich seinen Anlauf-Rhythmus, schießt einen Schritt früher als erwartet mit dem linken Fuß und führt anschließend die Schussbewegung mit dem Rechten weiter aus.
Sieht total skurril aus und wird auch erst nach mehrmaligem Ansehen so richtig deutlich…
Gefährliche Einwürfe mit einer Prise Akrobatik und Raffinesse kennen wir schon von der brasilianischen Nationalspielerin Leah, endlich traut sich jetzt aber auch mal ein männlicher Kollege zu einem solchen Kabinettstückchen während eines Spiels.
Im folgenden Video sehen wir die außergewöhnliche Ausführung dieser sonst oft viel zu unspektakulär und vor allem ungefährlich ausgespielten Standardsituation von der Längsseite des Spielfelds. Ein Kicker der amerikanischen Irmo High School bringt den Ball mit viel Anlauf per Flick-Flack-Einwurf hoch und scharf über die staunenden Gegenspieler bis in den Fünfmeterraum, in dem sich die eingeweihten Kollegen postiert haben und nur noch einzuköpfen brauchen.
Eine Hammer Aktion, richtig schön anzusehen…
An der Technik sollte er definitiv dranbleiben, das ist Gold wert. Dass man solch präzise Einwürfe auch im Profifußball sinnvoll einsetzen kann, wissen wir ja von Rory Delap, dem englischen “Einwurfmonster”






