In zwei Wochen gehts endlich wieder los, die Bundesliga startet in mit dem Freitagsspiel FC Bayern gegen VfL Wolfsburg in das mittlerweile 48. Spieljahr.
Wir schauen aber nochmal zurück auf 2009/10. Sport1 hat nen tollen 5-minütigen Saisonrückblick gebastelt, mit kuriosen Toren, Szenen, Fakten und Interviews des vergangenen Spieljahres.
Mal was anderes, sehenswert…
Europa League 2010/11 3. Qualifikationsrunde Rückspiel
VfB Stuttgart – Molde FK 2:2
0:1 Emil Johansson (41., Linksschuss, Vorlage Hoseth)
0:2 Knut Olav Rindaröy (49., Linksschuss)
1:2 Pavel Pogrebnyak (54., Kopfball, Gebhart)
2:2 Timo Gebhart (90. + 3, Kopfball)
vor 12.000 Zuschauern in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena
Aufstellung VfB Stuttgart:
Ulreich – Träsch, Gentner, Niedermeier, Molinaro – Kuzmanovic, Funk (61., Boulahrouz) – Gebhart, Rudy (71., Didavi) – Pogrebnyak, Marica (85., Harnik)
Die Zusammenfassung des Spiels
Außerdem auch hier und hier zu sehen, vom ZDF gibts noch die Spielanalyse mit VfB-Trainer Christian Gross.
Puh, das war ein Krampf, die Schwaben zeigen sich bei weitem noch nicht in Bundesligaform, sie zittern und drücken hier mühsam ein 2:2 gegen die Norweger, letztlich zählt aber nur eins: der VfB Stuttgart steht zusammen mit Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund in der Play-off Runde der Europa League 2010/11.
Kleiner Rückblick in die vergangene Saison, auf Arjen Robbens Traum-Freistoß beim 3:2 Auswärtssieg seines FC Bayern gegen Werder Bremen am 23. Januar 2010
Geeeenau in den Winkel, wow…
Da kommt doch wieder Bundesliga-Vorfreude auf.
Die Videohighlights der aktuellen Testspielwochen unserer Bundesligisten gibts wieder mal als kompakte Auflistung.
*** Update ***
Hamburger SV – FC Chelsea 2:1
0:1 Frank Lampard (24.), 1:1 Mladen Petric (72.), 2:1 Heung Min Son (87.)
Die Highlights des Spiels
Borussia Dortmund – Manchester City 3:1
1:0 Lucas Barrios (9.), 1:1 Jo (11.), 2:1 Shinji Kagawa (50.), 3:1 Robert Lewandowski (81.)
Die Highlights des Spiels hier und hier
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Dynamo Dresden – Borussia Dortmund 1:2
0:1 Shinji Kagawa (26.), 1:1 Tore Gundersen (65.), 1:2 Lucas Barrios (76.)
Die Zusammenfassung im ARD-Kurzbericht
Hannover 96 – FC Valencia 1:2
0:1 Roberto Soldado (22.), 0:2 Joaquin (37.), 1:2 Emanuel Pogatetz (90.)
Die Highlights des Spiels
Borussia Mönchengladbach – FC Liverpool 1:0
1:0 Karim Matmour (9.)
Die Highlights des Spiels
Eintracht Frankfurt – FC Chelsea 2:1
1:0 Patrick Ochs (25.), 1:1 Frank Lampard (65.), 2:1 Halil Altintop (83.)
Die Highlights des Spiels
Und schließlich noch der LIGA total! Cup 2010 mit Schalke, Hamburg, München und Köln
Halbfinale
FC Schalke 04 – Hamburger SV 2:1
0:1 van Nistelrooy (6.), 1:1 Edu (42.), 2:1 Jones (49.)
und
FC Bayern München – 1. FC Köln 3:1 n.E.
Die Highlights des Elfmeterschießens
Die Zusammenfassung beider Halbfinalspiele im ZDF-Bericht, hier noch ein erstes Interview von Raul nach dem Schalker Halbfinalsieg
Spiel um Platz 3
Hamburger SV – 1.FC Köln 3:0
1:0 Ruud van Nistelrooy (37.), 2:0 Gojko Kacar (36.), 3:0 Heung-Min Son (55.)
Die Highlights des Spiels
Finale
FC Schalke 04 – FC Bayern München 3:1
0:1 Deniz Mujic (6.), 1:1 Raul (25.), 2:1 Edu (27.), 3:1 Raul (33.)
Die Highlights des Spiels
Borussia Mönchengladbach musste sich nach den Abgängen von Rob Friend, Oliver Neuville und Roberto Colautti zwingend nach geeignetem neuem Personal für die Sturmreihe umsehen.
Die Wahl fiel (neben Stoßstürmer Mohamadou Idrissou vom SC Freiburg) auf Offensiv-Allrounder Igor de Camargo von Standard Lüttich. Der 27-jährige gebürtige Brasilianer mit belgischem Pass (spielt seit 2009 auch für die belgische A-Nationalmannschaft) war der Borussia immerhin 4 Millionen Euro Ablöse wert, er erhält einen Vierjahresvertrag.
Gladbachs Sportdirektor Max Eberl: “Igor de Camargo war bei Standard Lüttich Mannschaftskapitän und einer der wichtigsten Spieler. Er ist ein Mann mit internationaler Erfahrung, der auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt, und ich freue mich, dass er sich für uns entschieden hat”.
In vier Jahren absolvierte er in Lüttich 116 Ligaspiele, erzielte 33 Tore und gab 21 Vorlagen. 2008 und 2009 führte er das Team als Kapitän zum belgischen Meistertitel, in der Saison 2009/10 außerdem durch die Champions League Gruppenphase und ins Europa League Viertelfinale (Standard scheiterte dort mit 1:2 und 1:3 am Hamburger SV).
Borussia.de beschreibt ihn als “als Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff, [er] ist auch auf den Flügeln einsetzbar, beidfüßig, verfügt über eine gute Technik und schafft durch seine Spielweise Platz für seine Mitspieler.”
Hier ein kurzes Willkommensvideo, die Gladbacher freuen sich zurecht ![]()
Der Start in Mönchengladbach verlief leider etwas holprig. Aufgrund eines Eingriffs am Sprungelenk verpasste de Carmago das Trainingslager in Österreich. Alles gut verlaufen, er steigt nun verspätet in die Saisonvorbereitung ein, der erste Spieltag am 21. August gegen Nürnberg kommt für ihn aber wohl zu früh.
Europa League 2010/11 3. Qualifikationsrunde Hinspiel
Molde FK – VfB Stuttgart 2:3
0:1 Sebastian Rudy (27., Rechtsschuss, Vorlage Molinaro)
1:1 Mattias Moström (65., Brust)
1:2 Zdravko Kuzmanovic (74., Rechtsschuss, Marica)
2:2 Magne Hoseth (76., Rechtsschuss)
2:3 Martin Harnik (82., Kopfball)
vor 3.000 Zuschauern im Aker Stadion in Molde
Aufstellung VfB Stuttgart:
Ulreich – Celozzi, Niedermeier, Gentner, Molinaro – Kuzmanovic, Träsch (ab 79. Funk) – Rudy (ab 72. Didavi), Gebhart – Pogrebnyak (ab 79. Harnik), Marica
Die Zusammenfassung des Spiels
Während andere Bundesligisten noch in Trainingslagern schwitzen oder zu Testspielen über die Dörfer tingeln, geht es für den VfB Stuttgart schon Wochen vor Saisonstart zur Sache. Der Vorjahressechste der Bundesliga steigt in der dritten Runde der Europa League Qualifikation ein, ist als stärkere Mannschaft natürlich gesetzt und muss sich nun gegen den norwegischen Vertreter Molde FK durchsetzen.
Klingt erstmal einfacher als es ist, denn die Skandinavier stehen nach 18 Spieltagen in der heimischen Liga voll im Saft. Entsprechend schwer taten sich die Stuttgarter auch. Der 3:2-Auswärtssieg reicht dennoch als akzeptable Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Donnerstag (5. August, 20:15, ZDF im FreeTV und Zattoo).
Der 21-jährige Innenverteidiger Simon Kjaer kommt für 12 Millionen von US Palermo zum VfL Wolfsburg.
Mit zwei überzeugenden WM-Spielen für Dänemark in Südafrika spielte er sich im vergangenen Juni ins Blickfeld der breiten internationalen Öffentlichkeit (insgesamt durfte er sein Land bisher bei 14 Jugend- und 9 A-Länderspielen vertreten). Dem aufmerksamen Fußballfachmann dürfte der Name aber auch vorher schonmal untergekommen sein. Kjaer gilt bereits seit längerem als große dänische Defensivhoffnung, 2009 gabs die Bestätigung als Talent des Jahres.
Spielpraxis hat er in den vergangenen zwei Jahren in der italienischen Serie A ganz ordentlich gesammelt. Stammspieler in Palermo, 62 Spiele, 5 Tore, 2 Vorlagen… in dem Alter mehr als beachtlich.
In Wolfsburg soll er nun zusammen mit Nationalspieler Arne Friedrich (kam für 2 Mio. von Absteiger Hertha BSC) ein festes, stabiles, dauerhaftes Innenverteidigerpaar bilden. Die 58 Gegentreffer der vergangenen Saison zeigen die Dringlichkeit auf. Selbst der Tabellenletzte Berlin kassierte weniger Buden (56).
Kjaer selbst will mit den Wölfen noch hoch hinaus: “Der Wechsel ist für mich eine Chance, bei einem Spitzenclub zu spielen. Ich glaube, dass dies für mich jetzt der richtige Schritt ist. Wir haben eine starke Mannschaft, die in der Bundesliga oben mitspielen kann. Ich möchte mir hier einen Stammplatz sichern”.
Videomaterial gibts nicht allzu viel, seine 5 Palermo-Tore sind aber durchaus ansehnlich…
Wir sehen gefühlvolle Heber ebenso wie wuchtige Kopfbälle, vor allem fällt aber auf: bei Standardsituationen ist der Typ mit seinen knapp 1,90m immer brandgefährlich.
Fazit: ein guter Fang, wenn auch vielleicht ein bisschen zu teuer, aber da hat der VfL meiner Meinung nach seit Jahren ein Problem (Ziani für 7 Mio, Rever für 5 Mio, Barzagli für 14 Mio, Zaccardo für 7 Mio… jedes Mal weit über dem tatsächlichen Marktwert bezahlt), oder eher keins, denn mit VW im Rücken scheinen solche Summen ja dann doch wieder jedes Jahr aufrufbar zu sein.
Werder Bremens neue Sturmhoffnung heißt Marko Arnautovic, 21 Jahre, Österreicher. Thomas Schaaf und Klaus Allofs haben erneut ordentlich ins Geldsäckel gegriffen, 6.2 Millionen Euro gingen an den niederländischen Meister Twente Enschede, für einen in Deutschland völlig unbekannten Spieler, mutig mutig.
Von den fußballerischen Anlagen und der Spielweise wird Arnautovic des öfteren mit Zlatan Ibrahimovic verglichen (“Der Zlatan-Klon” Spox.com). Er ist 1,92 m groß, kopfballstark, beidfüßig, technisch äußerst versiert, auch eine gewisse Arroganz soll er sich von seinem Vorbild abgeschaut haben.
Mit 17 Jahren kehrte er der Wiener Heimat den Rücken und versuchte sich in der niederländischen Eredivisie beim FC Twente Enschede. Dort wurde er behutsam an die erste Elf herangeführt, in drei Spielzeiten kam er auf 44 Erstligaspiele und 12 -tore. Es folgte ein eher unglückliches Kapitel als Leihspieler beim italienischen Serienmeister Inter Mailand in der Saison 2009/2010. Verletzungen und die große Konkurrenz gestatteten ihm nur wenig Einsatzzeiten. Den Wechsel in die Serie A sieht er daher heute als Fehler was seine fußballerische Entwicklung betrifft.
Werder Bremen glaubt an den Jungen. Prominente Unterstützung erhält man von allen Seiten. Andreas Herzog (der heimliche Bremer Tippgeber bei diesem Transfer) meint: „Es gab einen Krankl, einen Herzog, einen Polster, einen Prohaska, aber Arnautovic stellt sie alle in den Schatten, wenn er sein Potenzial abruft. Das ist mit Abstand der beste Fußballer, der in den letzten 30 Jahre auf dem Fußball-Platz herumgelaufen ist.“
Bei Werder erwartet ihn ein ruhiges Umfeld, Thomas Schaaf traue ich bei der Entwicklung junger Spieler grundsätzlich sowieso erstmal alles zu. Die jüngere Vergangenheit hat allerdings auch gezeigt, dass in Bremen eben nicht jeder Spielertyp zurecht kommt und den Durchbruch schafft (Carlos Alberto, Marcelo Moreno, Markus Rosenberg, Mohamed Zidan).
Heute mal kurz und knapp…
Eindrucksvolle Freistoß-Parade
Tore, Tore, Tore
Ab gehts…
Unsere halbjährliche Betrachtung der Sommer- und Wintertransfers der Bundesliga beginnen wir diesmal mit einem von Borussia Dortmund lang ersehnten Neuzugang: Robert Lewandowski kommt für 4,5 Millionen Euro von Lech Posen.
Der BVB war bereits vor einem Jahr an dem Polen interessiert, damals konnten sich die Vereine jedoch nicht einigen. Die Verhandlungen gestalteten sich auch diesmal äußerst schwierig, die internationale Konkurrenz war groß (angeblich lagen deutlich höher dotierte Angebote von den Blackburn Rovers und dem FC Genua vor), der Spieler soll sich aber frühzeitig auf Dortmund und die Bundesliga als nächsten Karriereschritt festgelegt haben. Am Ende hats nun doch endlich geklappt, am 11. Juni wurde Vollzug gemeldet, Lewandowski unterschrieb einen Vierjahresvertrag.
Die Einschätzung des BVB-Geschäftsführers Hans-Joachim Watzke: “Es war der schwierigste Transfer, den wir je auf die Beine gestellt haben, weil die Parteien miteinander verkeilt waren. Aber wir haben den Knoten lösen können.”
Glaubt man der bisherigen Karrierestatistik des Stürmers, dann könnte Dortmund (nach Lucas Barrios im Vorjahr) erneut einen ganz großen Fang gemacht haben. Der Junge ist gerade einmal 21 Jahre alt, in den vergangenen vier Jahren ballerte er sich satte drei mal zum Torschützenkönig (2007 – dritte polnische Liga, 2008 – zweite Liga, 2010 – erste Liga + Spieler des Jahres). In 117 Ligaspielen erzielte er insgesamt 68 Tore, obendrauf finden sich auch schon 23 Länderspiele in der Leistungsbilanz.
Er gilt als beidfüßig, kopfballstark, robust, eiskalt vor dem Tor, technisch beschlagen… Spox.com betitelt ihn als “polnischen Torres”… wenn das keine Vorschusslorbeeren sind, dann weiß ich auch nicht.
Bleibt nun noch abzuwarten wie er sich in der Bundesliga zurechtfindet. Bei der Borussia wirds ihm vergleichsweise leicht gemacht, denn mit Jakub Blaszczykowski und Lukasz Piszczek (ebenfalls ein BVB-Neuzugang, 25 Jahre, rechte Außenbahn, ablösefrei von Hertha BSC) greifen ihm zwei Landsleute bei der Eingewöhnung mit Sicherheit gern unter die Arme.
So, und nun ein paar Videoimpressionen…
Passt meiner Meinung nach im Sturmzentrum der Borussia perfekt zu Lucas Barrios. Aber genau das ist das Problem… Trainer Jürgen Klopp wird nicht gern von seinem erfolgreichen 4-2-3-1 System der Vorsaison abrücken wollen, Lewandowski müsste also als hängende Spitze hinter Barrios spielen. Ob darunter evtl. die Torgefahr des Neuzugangs leidet… oder ob Klopp doch umstellt… er wird Lewandowski jedenfalls nicht für die Bank verpflichtet haben.
Mein Fazit: ein Top-Neuzugang mit großem Potenzial für einen akzeptablen (wenn nicht gar günstigen) Preis, ein tolles Signal ist auch die langfristige Bindung des Spielers an den Verein






