Ein kleiner Joke zum Abschluss dieses Fußballwochenendes sei an dieser Stelle mal noch erlaubt
Neulich konnte der Israeli Yossi Benayoun in unserer Traumtor-Reihe mit diversen Hackentricks noch seine beeindruckenden technischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Dass allerdings einem solchen Ballzauberer auf dem Rasen dann aber doch nicht jeder Trick gelingt, beweist der folgende Clip aus einem weiteren Vorbereitungsspiel des FC Chelsea.
Benayoun versucht sich in aussichtsreicher Position mitten im gegnerischen Strafraum an einem Fallrückzieher. Er holt aus, erwischt den Ball mit ordentlich Wumms, scheint einen guten Winkel zum Tor zu haben… doch unglücklicherweise befindet sich ein störendes Objekt in der Flugbahn… und zwar sein Kopf…
Englische Torhüter, ein Kapitel für sich ![]()
Doch nach der Keeper-Generation der 90er und 2000er mit Größen wie David Seaman, Paul Robinson und David James scheint die Insel nach langer Zeit endlich mal wieder halbwegs brauchbares Spielermaterial hervorzubringen, wie die grandiose Saison des 24-jährigen Charles Joseph John Hart, genannt Joe Hart, von Manchester City beweist.
Ihm darf ein großer Beitrag am erfolgreichen Saisonabschluss seines Klubs mit Platz drei in der Premier League und dem Gewinn des FA-Cups (dem ersten Titel seit 35 Jahren) zugeschrieben werden. In 38 Ligaspielen hielt der Neu-Nationalspieler 18 mal seinen Kasten sauber und wurde dafür mit dem “Barclays Golden Glove” ausgezeichnet, dem englischen Award für die weiße Torhüter-Weste. Ein englischer Top-Torhüter bei einem englischen Erstligisten, nicht schlecht. Insgesamt musste er im vergangenen Premier League Jahr nur 33 Gegentreffer einstecken, die wenigsten der Liga.
Und dann gab’s da noch diesen Vorfall…
Im Lokalderby gegen Manchester United liegen Hart und seine Citizens in der 92. Minute mit 0:1 zurück. Es gibt noch mal einen Eckball für die Hellblauen, Hart geht volles Risiko und verlässt seinen Kasten, um im gegnerischen Strafraum Unruhe zu stiften und vielleicht irgendwie den Ball doch noch zum Ausgleich über die Linie zu drücken. Doch es kommt anders, der Angriff wird abgewehrt und plötzlich geht alles ganz schnell. Rooney und Giggs setzen zum Gegenschlag an und stürmen auf’s leere City-Tor zu. Aus dem Nichts kommt Hart plötzlich wieder ins Bild. Er raaaaast die hundert Meter zurück über den gesamten Platz und kann Rooneys von der Mittellinie getretenen Heber gerade noch in spektakulärer Art und Weise am Kasten vorbeilenken.
Wahnsinn, der wohl schnellste Torhüter der Premier League, Kompliment… ![]()
Heute habe ich ein äußerst kurioses Tor bzw. Nicht-Tor für euch, das Keeper Sebastián Blázquez vom argentinischen Zweitligsten Patronato de Paraná da am vergangenen Spieltag gegen Independiente Rivadavia kassieren musste… oder auch nicht…
Der Ball kommt dank sträflicher Passivität der Mitspieler halbhoch als gefährlicher Fernschuss aus der Mitte der eigenen Hälfte, knallt an die Latte, Blázquez steht zu weit vor seinem Kasten und kann der Kugel folglich im Sprung nur hinterher sehen, die kommt ihm nun als Abpraller entgegen, springt vom Schlussmann unglücklich wieder zurück Richtung Tor, zappelt jedoch nicht zur Beruhigung aller im Netz, sondern springt von der Hintertorstange wieder raus ins Feld.
Die Situation sieht für die Gäste aus Paraná äußerst unglücklich aus, aber sollte eigentlich für sämtliche Beteiligten eindeutig zu bewerten sein. Der Ball hat die Linie für einen kurzen Moment vollständig überquert, entsprechend feiern die hinter dem Tor postierten Fans der Heimmannschaft. Doch ihnen bleibt der Jubel umgehend im Hals stecken als sie bemerken, dass Schieds- und Linienrichter den Treffer nicht anerkennen, sondern weiterspielen lassen. Keiner der Unparteiischen will das Spielgerät über der Torlinie gesehen haben, da hilft auch die anschließende Belagerung und lautstarke Beschwerde durch Betreuer und Auswechselspieler nicht weiter. Tatsachenentscheidung nennt man das dann wohl
Schöne Geschichte, hier das Video… ![]()
Spielentscheidend war die Szene im Übrigen nicht, Independiente Rivadavia entschied die Partie am Ende mit 3:0 für sich und sicherte sich kurz vor Saisonschluss noch einmal wichtige Punkte im Abstiegskampf.
An Fehlschüssen und Pannen haben wir bei der aufmerksamen Betrachtung der Fußball-Welt ja schon einiges erlebt, aber der hier schwebt noch mal in einer ganz anderen Dimension.
Da umkurvt der Venezuelaner Anderson Fredrick in einem rasant gespielten Konter geschickt den gegnerischen Torwart, steht unbedrängt vor dem Kasten, der Ball kullert Richtung Linie, alle Beteiligten haben sich bereits mit einem Tor abgefunden, zum krönenden Abschluss will der Schütze nochmal richtig draufhauen, damit die Kugel stilecht im Netz zappelt, er kloppt den Ball jedoch tatsächlich aus etwa vier Metern ÜBER das Tor… es kann nicht wahr sein…
Für mich definitiv das Nicht-Tor des Jahres
Mit einem hohen Pass wird die Viererkette des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin glänzend überspielt, nach starkem Antritt von Stürmer Emanuele Giaccherini vom AC Cesena folgt für ihn eine hundertprozentige Torchance und er kann den Ball tatsächlich an Juve-Keeper Gianluigi Buffon vorbeilegen… doch leider leider wirds nur ein Pfostentreffer.
Was solls, der Fußballgott meint es an diesem Tag besonders gut mit ihm und gewährt eine zweite Chance zum verdienten Treffer. Die Kugel springt vom Pfosten genau im richtigen Winkel zurück auf Giaccherini, also nochmal Konzentration und rein damit, doch aus nicht einmal einem Meter Entfernung ballert er den Ball über das Tor… unglaublich…
Eines der kuriosesten Nicht-Tore der jüngeren Geschichte.
Tatort Mittelamerika, Tatzeit Anfang Februar, beim Spitzenspiel der Primera División de Costa Rica treffen Tabellenführer Limón FC und LD Alajuelense aufeinander.
Kurz vor der Halbzeitpause haben die Gäste beim Stand von 1:0 die brandheiße Chance zum ersehnten Ausgleich. Nach einem lang geschlagenen Freistoß aus über dreißig Metern gelingt im Strafraum ein Kopfball in Richtung Tor. Der Torhüter streckt sich vergeblich, der Ball touchiert den zweiten Pfosten, springt von dort ins Tor, auf eine der Bodenleisten die das Netz halten, von dort wieder raus an den ersten Pfosten und in die Arme des überraschten Goalies.
Und nun?
Abschlag der Heimmannschaft. Kein Tor. Weiterspielen. Die Kommentatoren amüsiert es zu Recht.
Seht’s euch an… ![]()
Ich lehne mich da weit aus dem Fenster, ich weiß, aber ich glaub der war drin
Mit einem Torrichter (oder selbst einem halbwegs aufmerksamen Schieds- oder Linienrichter) wäre das wohl nicht passiert. Ein weiteres Tor oder Nicht-Tor wurde in der Partie im Übrigen nicht geschossen, umso ärgerlicher also für Alajuelense.






