Hach, die Spanier haben es eben einfach drauf. Sie sind amtierender Welt- und Europameister, belegen Platz 2 der FIFA-Weltrangliste und dominieren darüber hinaus mit begnadeten Individualisten wie Xavi, Iniesta und Villa den Vereinsfußball.
Das Zaubern liegt ihnen einfach im iberischen Blut, sodass selbst die üblicherweise so knochigen, robusten Innenverteidiger die filigrane Ballbehandlung mit Hacke und Spitze beherrschen, wie uns Iñigo Martínez (20-jähriger Defensivkünstler in Diensten von Real Sociedad San Sebastian) am vergangenen Freitag bewies. Im U21-EM-Qualifikationsspiel gegen Georgien überwand er seinen eigenen Torhüter David de Gea jedenfalls auf äußerst elegante Art und Weise…
Schon ein tolles Ding, aber das hier war noch schöner
Dass sich reale Fußballszenen im Nachhinein auch auf künstlerische Art und Weise wunderbar verarbeiten lassen, haben wir neulich beispielhaft in der tollen Animation von Wayne Rooneys Traumtor gegen ManCity sehen können. Tja, und ich lege jetzt nochmal einen nach
Wir sehen hier in einem hübschen Kurzfilm die künstlerische Bearbeitung der historischen Größen des Weltfußballs (Pele, Cruyff, Zidane, Maradona, Roberto Baggio) des japanischen Comic-Zeichners Keigo Yasuda, der diesen ungewöhnlichen Weg wählte, um sich auf verschiedenen Videoplattformen im Internet für neue potenzielle Arbeitgeber zu empfehlen. Nach mehr als 300.000 Youtube-Views dürfte mit Sicherheit das ein oder andere interessierte Unternehmen angeklopft haben.
Film ab…
Verrückte Begebenheit nach einem Ronaldo-Tor beim erfolgreichen 6:0-Gastspiel von Real Madrid bei Real Zaragoza am ersten Spieltag der spanischen Primera Division am vergangenen Wochenende. Wie üblich bildet sich nach dem Erfolgserlebnis rasch eine Jubeltraube um den Torschützen, es wird abgeklatscht, gesprungen, umarmt, die Mitspieler gratulieren.
So kommt auch der Vorlagengeber Mesut Özil, deutlich erkennbar am hellen Haarband, zum Feiern hinzu. Beim anschließenden Auseinandergehen der Spielergruppe ist der deutsche Nationalspieler allerdings spurlos verschwunden. Auf dem Platz stand er aber wohl noch, der Spielberichtsbogen verzeichnet jedenfalls in der 78. Minute die Auswechslung Kaká für Özil. In der Szene sieht man ihn jedoch weder links noch rechts aus dem Bild herauslaufen, wo ist er also geblieben?
Die Kamera hält das Torjubel-Mysterium fest… ![]()
Wer ihn findet, darf sich gerne melden
Ein neues Funny Dubbing, dass Thierry Henry (mittlerweile 34 und in Diensten der Red Bulls New York) und die weit verbreitete Selbstüberschätzung alternder Profis aufs Korn nimmt…
Thierry Henry – wahrhaft einer der ganz ganz Großen: Welt- und Europameister, französischer + englischer + spanischer Meister, Champions League Sieger, fünfmal Fußballer des Jahres in Frankreich, zweimal in England, vierfacher englischer Torschützenkönig, einmal Welttorjäger, 123 Länderspiele, AS Monaco – Juventus Turin – FC Arsenal – FC Barcelona, eine Traumkarriere! Doch irgendwann ist eben Schluss.
Am vergangenen Samstag Abend stand das erste nominelle Spitzenspiel der noch jungen Bundesliga-Saison 2011/12 an. Der Vorjahresmeister Borussia Dortmund reiste zum amtierenden Vizemeister nach Leverkusen. Die Begegnung versprach so einiges und lieferte noch viel mehr, Tore gab’s keine, strittige Situationen dafür aber ohne Ende: viele Nickligkeiten, zwei rote Karten, obendrein ein umstrittener Platzverweis für den Co-Trainer der Borussen Zeljko Buvac und zum krönenden Abschluss noch ein nicht gegebener Freistoßtreffer für Dortmund in der 83. Minute.
Tja, und wer könnte uns all dies besser kommentieren als die Jungs vom BVB-Netradio. Hier ein Zusammenschnitt der heißen Szenen der Partie. Nobby und Boris auf 180, einfach unnachahmlich. Vor allem Schiedsrichter Wolfgang Stark muss dabei so einiges aushalten… ![]()
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Wieder mal nen lustigen Klassiker herausgekramt.
Mario Basler (nach dem Ende der Profikarriere 2004 übrigens in eine weitaus weniger erfolgreiche Trainerlaufbahn in Regensburg, Koblenz, Trier und Burghausen durchgestartet, dabei drei mal entlassen und mittlerweile “Experte” in Diensten von Sport1) mit einem denkwürdigen TV-Auftritt bei Günther Jauch im ZDF-Sportstudio.
Wie man “Super-Mario” eben kennt, erst mit spitzer Zunge im Interview, anschließend mit ordentlich Wut im Bauch an der Torwand. Um Inventar und Publikum durfte man sich dabei durchaus Sorgen machen… ![]()
Nach dem gestrigen 2:0-Bundesligasieg beim FC Augsburg putzte Hoffenheim-Trainer Holger Stanislawski in einem Fernsehinterview zur Überraschung aller Zuschauer seinen eigenen Torhüter Tom Starke nach allen Regeln mal so richtig runter.
Ein Maulwurf sei er, im Kasten sowieso absolut unfähig, macht mit seinem Äußeren jedes Mannschaftsfoto kaputt, geht mit Pfannen auf Trainer los… das volle Programm, da bleibt kein Auge trocken… (aber Achtung, alles nur Satire)
Da haben sich die sky Jungs mal wieder was einfallen lassen und mit Stani genau den richtigen Protagonisten gefunden. Versteinerte Miene, bierernst, harte Worte, großartig. Vorbild dürfte das Meisterinterview von Arnd Zeigler mit BVB-Trainer Jürgen Klopp sein.
Ich greife nochmal eine wirklich sehenswerte Szene aus dem erfolgreichen Europa League Quali Spiel von Hannover 96 gegen den FC Sevilla vom vergangenen Donnerstag heraus.
96-Stürmer Didier Ya Konan setzt mit einer unglaublichen Leichtfüßigkeit und Selbstverständlichkeit zu einem Hackentrick an, um an seinem Gegenspieler Gary Medel vorbeizukommen und das Spiel nach vorn für seine Kollegen zu öffnen. Der Ivorer wurde aufgrund seines verletzungsbedingten Trainingsrückstands erst in der 75. Minute für den Doppeltorschützen Jan Schlaudraff eingewechselt und konnte den bestehenden Spielstand von 2:1 daher nicht mehr verändern.
Mit diesem Kunststück hat er seine Hereinnahme aber allemal gerechtfertigt, tja und so darf also auch der FC Sevilla den Hannoveranern und ihrem fußballerischen Können durchaus Respekt zollen…
Einfach klasse, wenn du so einen Kicker wie Ya Konan in der Mannschaft hast. Und vielleicht klappt’s ja in der kommenden Woche im Rückspiel in Spanien sogar mit dem Einzug in die EL-Gruppenphase, beste Voraussetzungen sind schließlich geschaffen, wir drücken die Daumen.
Wow, was für eine Schusstechnik.
Der Argentinier Matias Urbano vom chilenischen Erstligisten Unión San Felipe zeigt uns einen bildschönen Treffer. Und zwar verwertet er aus fünfzehn Metern Entfernung eine punktgenaue Flanke mit einem Volleyschuss um das eigene Standbein herum.
Schwer zu beschreiben, toll anzusehen, Film ab…
Überhaupt ein interessanter Typ: Matías Héctor Sebastián Urbano ist der Inbegriff des fußballerischen Wandervogels. In bisher elf Profijahren spielte der 30-jährige Stürmer seit 2000 für insgesamt sechzehn verschiedene Vereine in ganz Süd- und Mittelamerika. Auch die Torquote stimmt mit 103 Treffern in 300 Pflichtspielen durchaus. Für höhere nationale oder internationale Titel oder gar eine Berufung in die Nationalmannschaft hat’s allerdings bisher nicht gereicht. In der “Albiceleste” würde der Argentinier auch kaum jemanden beeindrucken können, Messi, Tevez, Agüero und Co. zaubern schließlich ebenso des Öfteren das ein oder andere Kabinettstückchen auf den Rasen.
Heute gibt’s wieder ein nettes Video-Fundstück aus dem schier unendlichen Youtube-Archiv. Und zwar hab ich einen Interview-Zusammenschnitt aus den Zeiten des Bundestrainers/Teamchefs Franz Beckenbauer aufgestöbert.
Von 1984 an betreute er über sechs Jahre lang die deutsche Nationalmannschaft. Nach der WM-Finalniederlage 1986 gegen Argentinien und dem Ausscheiden im EM-Halbfinale 1988, fand sich am Ende mit dem Weltmeistertitel 1990 ein glorreicher Abschied von Beckenbauers Amtszeit.
Ach ja, das waren medial auch noch ganz andere Zeiten. Da gab’s klare Statements, Offenheit, Direktheit. Kicker, Ligatrainer, Schieds- und Linienrichter, sie alle mussten sich warm anziehen… ![]()
“… er is halt ein Blinder”
War im Umgang mit Journalisten tatsächlich einst ziemlich schlagkräftig, der Kaiser. Kaum zu glauben, wenn man seine weichgespülten, immergleichen Antworten in heutigen Analysen als Maßstab ansetzt. Da ging der Lichtgestalt des deutschen Fußballs in den vergangenen Jahrzehnten leider einiges an Strahlkraft verloren.






