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24.Aug 2011

Wieder mal nen lustigen Klassiker herausgekramt.

Mario Basler (nach dem Ende der Profikarriere 2004 übrigens in eine weitaus weniger erfolgreiche Trainerlaufbahn in Regensburg, Koblenz, Trier und Burghausen durchgestartet, dabei drei mal entlassen und mittlerweile “Experte” in Diensten von Sport1) mit einem denkwürdigen TV-Auftritt bei Günther Jauch im ZDF-Sportstudio.

Wie man “Super-Mario” eben kennt, erst mit spitzer Zunge im Interview, anschließend mit ordentlich Wut im Bauch an der Torwand. Um Inventar und Publikum durfte man sich dabei durchaus Sorgen machen… :)

 

21.Aug 2011

Nach dem gestrigen 2:0-Bundesligasieg beim FC Augsburg putzte Hoffenheim-Trainer Holger Stanislawski in einem Fernsehinterview zur Überraschung aller Zuschauer seinen eigenen Torhüter Tom Starke nach allen Regeln mal so richtig runter.

Ein Maulwurf sei er, im Kasten sowieso absolut unfähig, macht mit seinem Äußeren jedes Mannschaftsfoto kaputt, geht mit Pfannen auf Trainer los… das volle Programm, da bleibt kein Auge trocken… (aber Achtung, alles nur Satire) :D

Da haben sich die sky Jungs mal wieder was einfallen lassen und mit Stani genau den richtigen Protagonisten gefunden. Versteinerte Miene, bierernst, harte Worte, großartig. Vorbild dürfte das Meisterinterview von Arnd Zeigler mit BVB-Trainer Jürgen Klopp sein.

 

15.Aug 2011

Heute gibt’s wieder ein nettes Video-Fundstück aus dem schier unendlichen Youtube-Archiv. Und zwar hab ich einen Interview-Zusammenschnitt aus den Zeiten des Bundestrainers/Teamchefs Franz Beckenbauer aufgestöbert.

Von 1984 an betreute er über sechs Jahre lang die deutsche Nationalmannschaft. Nach der WM-Finalniederlage 1986 gegen Argentinien und dem Ausscheiden im EM-Halbfinale 1988, fand sich am Ende mit dem Weltmeistertitel 1990 ein glorreicher Abschied von Beckenbauers Amtszeit.

Ach ja, das waren medial auch noch ganz andere Zeiten. Da gab’s klare Statements, Offenheit, Direktheit. Kicker, Ligatrainer, Schieds- und Linienrichter, sie alle mussten sich warm anziehen… :)

“… er is halt ein Blinder” :D

War im Umgang mit Journalisten tatsächlich einst ziemlich schlagkräftig, der Kaiser. Kaum zu glauben, wenn man seine weichgespülten, immergleichen Antworten in heutigen Analysen als Maßstab ansetzt. Da ging der Lichtgestalt des deutschen Fußballs in den vergangenen Jahrzehnten leider einiges an Strahlkraft verloren.

 

1.Aug 2011

Mal wieder einen Klassiker rausgekramen… Matthias Sammer – einst unermüdlicher Antreiber in Dresden, Stuttgart, Mailand und Dortmund – im Zwiegespräch mit einem allzu kritischen Reporter, nachdem die Borussia eine 3:1 Führung noch unglücklich aus der Hand gegeben hatte…

Die Stimme ist noch halbwegs ruhig, aber das Gesicht spricht Bände :P

 

27.Jul 2011

Franck Ribery spielt seit 2007 für den FC Bayern, mit der deutschen Sprache haperte es allerdings trotz Wohlfühlbekundungen auch nach Monaten und Jahren noch ziemlich. Ich habe ihn nach einem Spiel selten mal mehr als drei, vier Worte auf Deutsch sprechen hören. Das Fußballer-Vokabular wird er sich natürlich schon lange angeeignet haben, aber mehr als “Gutes Spiel, verdient gewonnen” war aus dem Franzosen auch von hartnäckigen Reportern kaum herauszubekommen.

Jetzt haben wir ihn aber mal auf einem 90-sekündigen Video, dass die mittlerweile doch vorhandene breitere Sprachfähigkeit beweist. Der Anlass ist indes weniger erfreulich: Ribery verletzte sich am vergangenen Sonntag im Training, Teamarzt Müller-Wohlfahrt diagnostizierte eine leichte Kapselverletzung im linken Knöchel, alles aber halb so schlimm.

Zur Regenerationsdauer und seiner Stimmung nun Ribery selbst…

Immerhin, er scheint mittlerweile alles zu verstehen, unterhalten kann man sich also scheinbar. Den starken französischen Akzent wird ihm aber wohl auch nach zehn Jahren Aufenthalt in deutschen Landen niemand abtrainieren können ;)

Weiteres Beispiel: Auch in folgendem Bericht von Anfang Juli aus dem Trainingslager des deutschen Rekordmeisters in Trentino hörte sich das gar nicht übel an…

Très bon, Monsieur Ribery! Wird aber auch Zeit :)

 

22.Mai 2011

Jahaaaa, herrlich :D
Der sechsjährige Frankfurter Max bringt Eintracht-Profi Maik Franz bei einer kleinen Kinder-Pressekonferenz mit einer ganz simplen Nachfrage mächtig ins Schwitzen…

Herzallerliebst ;)

 

12.Mai 2011

Mannomann, in Frankfurt liegen die Nerven kurz vor dem 34. Spieltag bei allen aber sowas von blank. In die Winterpause verabschiedete man sich noch völlig ungefährdet mit einem hervorragenden siebten Platz, nach der kontinuierlichen Abwärtsfahrt in der Rückrunde droht der Eintracht nun der vierte Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte. Auch der Trainerwechsel von Michael Skibbe zu Christoph Daum Ende März brachte nicht die ersehnte Trendwende.

Die Situation stellt sich vor dem abschließenden Gastspiel beim diesjährigen Meister Borussia Dortmund nun folgendermaßen dar…

Nichtabstieg # 15. Platz # VfL Wolfsburg # 35 Punkte # Tordifferenz -7
Relegation # 16. Platz # Borussia Mönchengladbach # 35 Punkte # Tordifferenz -17
Direkter Abstieg # 17. Platz # Eintracht Frankfurt # 34 Punkte # Tordifferenz -16

Gladbach muss am Samstag nach Hamburg, die Felix Magaths Wolfsburger nach Hoffenheim, Frankfurt braucht wohl einen Sieg und vor allem Schützenhilfe von den fremden Plätzen. Alles in allem siehts nicht rosig aus, an ein Wunder glaubt kaum einer.

Da griff Christoph Daum am vergangenen Dienstag nun zum letzten psychologischen Mittel, in dem er – ob nun tatsächlich bewusst oder doch nur aus der Situation heraus – einen weiteren Schauplatz in den Medien eröffnete und so die Mannschaft vor der entscheidenden Partie ein Stück weit aus dem öffentlichen Fokus holte. Und zwar attackierte er in einer Interview-Runde vor versammelter Journalistenschar ganz gezielt den Reporter des Hessischen Rundfunks. Es folgten Schüsse gegen “heimspiel” (die berichtende hr-Sportsendung) und das gesamte abgabenfinanzierte öffentlich-rechtliche System, nennen wir es einen Rundumschlag :)

Hier haben wir die komplette 24-minütige Aufzeichnung des Vorfalls, richtig los gehts ungefähr ab Minute 11…

 

11.Mai 2011

Der FC Augsburg machte beim 2:1 Heimsieg gegen den FSV Frankfurt am vergangenen Sonntag den ersten Bundesliga-Aufstieg in der 104-jährigen Vereinsgeschichte perfekt. Platz zwei hinter Spitzenreiter Hertha BSC ist ihnen nun nicht mehr zu nehmen. In Anbetracht der namhaften Konkurrenz aus Bochum, Duisburg oder Cottbus darf man hier durchaus von einer sportlichen Überraschung sprechen.

Das Team von Trainer Jos Luhukay wusste diesen Erfolg selbstverständlich direkt nach Abpfiff auch angemessen zu zelebrieren. Wir sehen hier den unendlich euphorisierten, mit Bier bewaffneten, selbsternannten Augsburger Partykönig Ibrahima Traoré im Interview nach dem Spiel, inklusive nützlicher Feiertipps von sky-Reporter Michael Leopold… :D

Haben sich die Schwaben in diesem Jahr aber auch wahrlich verdient. Torhüter Simon Jentzsch kassierte die wenigsten Gegentore der Liga (25 Stück bis zum 33. Spieltag), die Sturmreihe bot eine beeindruckende Ausgeglichenheit, Nando Raffael erzielte 14 Tore, Michael Thurk und Stephan Hain jeweils 9, Torsten Oehrl 7 Treffer.
Ich freu mich jedenfalls auf neue Gesichter in der kommenden Bundesligasaison. weiterlesen »

 

10.Mai 2011

Den schwarz-gelben Meistercontent müsst ihr bei mir noch ein paar Tage ertragen, das muss richtig ausgekostet werden, dafür ist der Titelgewinn einfach zu schön :)

Heute also Arnd Zeigler im Gespräch mit BVB-Trainer Jürgen Klopp, das gabs vor ein paar Monaten schonmal. Mit dem gewohnten Augenzwinkern liefern uns die beiden nun zur Dortmunder Meisterschaft eine zweite Ausgabe des Interviews. Nötig ist es, denn die Lage ist kritisch… seit dem letzten Mal hat sich die Borussia um keinen einzigen Tabellenplatz verbessert, der Altersschnitt steigt im Vergleich zum Vorjahr an, um Topspieler wie Patrick Owomoyela muss man bangen… und und und…

Seht selbst…

Der krönende Abschluss, nach einer langen langen Saison endlich die Meisterschale in der Hand ;)

 

4.Mai 2011

Hui, da gings beim gestrigen Champions League Halbfinale FC Barcelona – Real Madrid aber auch abseits des Platzes heiß her, mitten drin ein alter Bekannter :)

Hier erstmal der Clip… Lothar Matthäus wütet im feinsten Fränglisch (= Englisch mit starkem fränkischen Einschlag) im TV-Studio von Al-Jazeera…

Hintergrund war wohl, dass sich Matthäus in seiner Funktion als Fußballexperte des Senders nicht angemessen wertgeschätzt fühlte. Seine Erklärung: „Ich habe für Al-Jazeera meine Pläne umgeschmissen, wollte mit meinem Sohn etwas unternehmen. Dann hatten sie keinen Dolmetscher für mich. Und dann sagten sie mir zehn Minuten vor dem Spiel auch noch, dass sie mich nicht mehr brauchen.“

By the way: Die Kraftausdrücke und Beleidigungen hat er in der kniffligen Fremdsprache aber mittlerweile echt gut drauf ;)

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