In Vorbereitung auf die anstehende Bundesligasaison trafen sich an zwei aufeinander folgenden Pokalabenden im Juli der FC Bayern München, Borussia Dortmund, der Hamburger SV und der 1.FSV Mainz 05 zum gemütlichen Kick im LIGA total! Cup 2011. Gespielt wurde in der neu eröffneten Mainzer Coface-Arena vor 33.500 Zuschauern.
Noch kurz zur Historie: Im Jahr 2009 siegte der Hamburger SV im Finale 3:0 gegen den VfB Stuttgart (der Wettbewerb firmierte damals noch als T-Home-Cup), ein Jahr darauf setzte sich der FC Schalke in der heimischen Veltins-Arena mit 3:1 gegen den FC Bayern durch.
Das fußballerische Niveau hielt sich auch diesmal leider wieder etwas in Grenzen und auch von den Neuzugängen durfte sich kaum jemand präsentieren. Aber die Mannschaften haben ja noch zwei intensive Trainingswochen vor sich, in denen sie speziell im taktisch-technischen Bereich arbeiten und die neuen Teammitglieder integrieren können.
Die Halbfinals
FC Bayern München – Hamburger SV 1:2
0:1 Heung Min Son (7., Rechtsschuss)
0:2 Heung Min Son (30., Linksschuss)
1:2 Toni Kroos (57., Rechtsschuss)
Die Highlights des Spiels…
1.FSV Mainz 05 – Borussia Dortmund 0:1
0:1 Ivan Perisic (33., Kopfball)
Die Highlights des Spiels…
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Das Spiel um Platz 3
1.FSV Mainz 05 – FC Bayern München 2:2, 4:5 nach Elfmeterschießen
1:0 Nikolce Noveski (11., Kopfball)
1:1 David Alaba (30. + 0, Kopfball)
1:2 Nils Petersen (57., Elfmeter, Rechtsschuss)
2:2 Anthony Ujah (59., Rechtsschuss)
Die Highlights des Spiels…
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Das Finale
Borussia Dortmund – Hamburger SV 2:0
1:0 Felipe Santana (50., Kopfball)
2:0 Mohamed Zidan (51., Rechtsschuss)
Die Highlights des Spiels…
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Der BVB gewinnt damit den ersten (wenn auch inoffiziellen) Titel der Saison, Glückwunsch ![]()
Am kommenden Samstag, dem 23. Juli, geht’s bereits weiter mit Live-Fußball. Dann trifft die Borussia als amtierender Bundesliga-Meister im Deutschen Supercup auf den Pokalsieger FC Schalke 04. Das ZDF überträgt ab 20:30 im FreeTV.
So, es wird doch mal wieder Zeit für eine Neuerung hier im Blog. Vor kurzem fragte mich Florian, ob er denn nicht mal einen Gastbeitrag für FuViBlo.de verfassen könnte, ich hatte natürlich nichts dagegen, also setzte er sich fleißig an die Tastatur und legte los.
Ihr lest daher hier seine ausführlichen Zeilen zur Analyse und Einordnung der vergangenen Bundesligasaison 2010/11, eine schöne Ergänzung zu meinem etwas nüchterneren Statistik-Beitrag vom Mai.
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Wie fast in jedem Jahr, so hielt die Fußball Bundesliga auch in der Saison 2010/2011 wieder zahlreiche Überraschungen parat und selbstverständlich waren diese nicht nur ausschließlich positiver Natur. Gleich zu Beginn der Spielzeit überraschte bereits das Ergebnis der ersten Begegnung am 20. August 2010 zwischen den Vereinen Bayern München und dem VfL Wolfsburg, da die Bayern bei der Begegnung die klaren Unterlegenen waren und der VfL mit 2:1 als verdienter Sieger aus diesem Spiel hervor ging.
Auch fanden sich in dieser Saison zahlreiche Neuerungen, wie beispielsweise ein modernisiertes Bundesliga-Logo und zudem wurde auch ein neuer Ball namens „Torfabrik“ aus der Schmiede von Adidas eingeführt. Beides zu sehen im neu gestalteten offiziellen Bundesliga-Intro…
Dieser Ball wurde sowohl von der ersten als auch von der zweiten Bundesliga einheitlich eingesetzt, was es in der Geschichte der Bundesliga bisher noch nicht gab. Zudem spielten in dieser Saison seit langer Zeit erstmals wieder zwei Vereine aus einer gemeinsamen Stadt gegeneinander, der FC St. Pauli und der Hamburger SV. Doch sollte die Saison für den Absteiger St. Pauli leider einige negative Wendungen bereit halten.
Über eine echte Überraschung durften sich dagegen die Fans des 1. FSV Mainz 05 freuen, da die Mannschaft bereits zu Beginn der Saison mit sage und schreibe sieben Siegen in Folge glänzte und daher am Ende der Saison nun als eine der erfolgreichsten „Startmannschaften“ bezeichnet wird. Bisher hatten in der Vergangenheit nur zwei Vereine einen derartigen Saisonstart hingelegt, der FC Bayern München und der 1. FC Kaiserslautern in den Jahren 1995/96 und 2001/2002. Erstaunlicherweise wurde in jeder dieser beiden Spielzeiten, wie auch in der diesjährigen, Borussia Dortmund Meister! Am Ende war dies nicht unbedingt eine Überraschung, denn Dortmund stand bereits nach dem 15. Spieltag als Herbstmeister fest und sicherte sich zwei Spieltage vor Schluss die frühzeitige Meisterschaft durch den verdienten 2:0-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg. Gefestigt wurde die Position an der Tabellenspitze zudem durch den Sieg des 1.FC Köln mit einem 2:0 gegen den hartnäckigsten BVB-Verfolger, die Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen.
Als klarer Absteiger der Saison ging zum Unleid der Fans die Mannschaft des FC St. Pauli hervor, welche in der Saison 2011/12 nun in der 2. Bundesliga um den Aufstieg kämpft. Zwar gewann St. Pauli das erste Städtederby seit 1977 gegen den HSV mit 1:0, doch konnte dieses Ergebnis den Verein nicht vor dem Abstieg bewahren. Denn gleichzeitig musste St. Pauli in dieser Saison auch die höchste Niederlage seit der Vereinsgründung einstecken, die 1:8-Heimniederlage gegen die Bayern! Viele Fans und auch Sachverständige führen den Abstieg des FC St. Pauli mitunter auf das abgebrochene Spiel gegen den FC Schalke aufgrund des sogenannten „Becherwurfs“ zurück. Im Rahmen des Spiels, welches im heimischen Millerntor-Stadion ausgetragen wurde, traf ein aus dem Fanbereich der Hamburger stammender voller Getränkebecher den Schiedsrichterassistenten, woraufhin das Spiel abgebrochen und wenige Tage später “am grünen Tisch” mit 2:0 zugunsten des FC Schalke 04 gewertet wurde. Von diesem Zeitpunkt an brach die Pechsträhne des St. Pauli nicht ab und endete mit dem bereits erwähnten Abstieg der Mannschaft.
Als zweiter Absteiger dieser Saison ging der Verein Eintracht Frankfurt hervor, als für diesen in der Rückrunde eine nicht enden wollende Talfahrt begann. Die Frankfurter verloren tatsächlich zehn Spiele in Folge und zudem konnte die Eintracht in den ersten acht Spielen nicht ein einziges Tor erzielen. Aus diesem Grund können die Frankfurter hinter vorgehaltener Hand durchaus als die “Versagermannschaft” der Saison 2010/2011 bezeichnet werden und dürfen nun in der kommenden Saison gemeinsam mit dem FC St. Pauli eine Etage tiefer um den direkten Wiederaufstieg kämpfen.
In den beiden Relegationsspielen der Saison konnte sich letztendlich die Mannschaft Borussia Mönchengladbach gegen den Zweitligisten VfL Bochum behaupten und verbleibt somit in der ersten Bundesliga. Die Gladbacher besiegten den VfL im ersten Spiel mit einem knappen Ergebnis von 1:0, die zweite Begegnung zwischen den beiden Mannschaften endete 1:1 Unentschieden.
Als klarer Torschützenkönig der Saison 2010/11 ging der Bayern- und Nationalspieler Mario Gomez hervor, welcher über die gesamte Spielzeit hinweg durch eine ungemein hohe Fitness glänzte. Gomez schoss 28 Tore. Seine Treffer dürfen daher natürlich nicht fehlen, beim Zusammenschnitt der schönsten Tore der Saison…
Der letztjährige Champions League Finalist Bayern München konnte in der Saison 2010/11 am Ende leider nur den dritten Platz in der Tabelle belegen, Platz zwei und damit zum fünften Mal Vizemeister wurde Bayer Leverkusen. Die Freude über den Tabellensieg war bei den Dortmundern ungemein groß, da dies die erste verdient gewonnene Meisterschaft für den Verein seit dem Jahr 2002 darstellt. Hierdurch scheint nun endlich auch die Pokalniederlage aus dem Jahr 2008 der Dortmunder gegen die Bayern verdaut zu sein.
Zum Abschluss daher hier noch einmal die schönsten Szenen der schwarz-gelben Meistersaison 2010/11…
Homepage: Webhelp Fußball Forum
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Na, hat doch wunderbar funktioniert ![]()
Ich freu mich sehr und bedanke mich für den Artikel. Für weitere Gastbeiträge jeglicher Art bin ich immer offen, Interessierte schreiben mir einfach eine Mail und wir finden eine Lösung.
So, nun kann die neue Saison 2011/12 doch eigentlich kommen. Bis zum 5. August müssen wir uns noch gedulden, dann empfängt der amtierende Meister Borussia Dortmund den Hamburger SV vor 80.000 Zuschauern im heimischen Signal-Iduna-Park. Hach, endlich wieder Bundesliga, die Vorfreude steigt schon jetzt
Die FC-Bayern-Stars Bastian Schweinsteiger und Arjen Robben beim versuchten Trikottausch. Die Schweini-Fanartikel kriegst du auch einfach nicht los…
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Eine kleine Aufheiterung für alle Bayern-Fans nach der gestrigen Niederlage gegen Inter Mailand und dem folglichen bitteren Ausscheiden aus der Champions League 2010/11 gibt’s heute in Form einer Eigeninterpretation des FCB.TV von Bully (als Lichtgestalt Franz Beckenbauer) und Rick (als Arbeitstier Uli Hoeneß) aus der gleichnamigen Sketch-Show.
Kopf hoch, das Fußballleben geht weiter, nächstes Jahr wird wieder angegriffen…
Champions League 2010/11 Achtelfinale Rückspiel
FC Bayern München – Inter Mailand 2:3
0:1 Samuel Eto’o (3., Linksschuss, Vorlage Pandev)
1:1 Mario Gomez (21., Rechtsschuss, Robben)
2:1 Thomas Müller (31., Rechtsschuss)
2:2 Wesley Sneijder (63., Rechtsschuss, Eto’o)
2:3 Goran Pandev (88., Linksschuss, Eto’o)
vor 66.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Allianz-Arena
Aufstellung FC Bayern: Kraft – Lahm, van Buyten (70. Badstuber), Breno (90. Kroos), Pranjic – Schweinsteiger, Luiz Gustavo – Robben (67. Hamit Altintop), Müller, Ribery – Gomez
Aufstellung Inter: Julio Cesar – Maicon, Ranocchia, Lucio, Chivu (87. Nagatomo) – Thiago Motta – Cambiasso, Stankovic (51. Coutinho) – Sneijder – Eto’o, Pandev (90. Kharja)
Die Zusammenfassung des Spiels…
Außerdem auch hier, hier, hier und hier zu sehen.
Mann, unglücklicher kannst du aus der Champions League nicht ausscheiden. Die Bayern machen in der ersten Halbzeit ein BOMBEN-Spiel, zeigen wunderschöne Kombinationen, beschäftigen die Italiener ohne Ende, haben zig Hundertprozentige und verpassen jeweils nur um Zentimeter das Tor zu einer höheren Führung, das 2:1 zur Halbzeit ist ein Witz. Doch dann lassen sie Inter in den zweiten 45 Minuten Schritt für Schritt zurück ins Spiel kommen und pennen in der Defensive wie so oft in dieser Saison in mehreren entscheidenden Situationen.
Ist das bitter! Das Weiterkommen wäre sowas von verdient gewesen. Aber der so oft beschworene Bayern-Dusel funktioniert eben dann doch auch in der Gegenrichtung, leider leider.
DFB-Pokal 2010/11 Halbfinale
FC Bayern München – FC Schalke 04 0:1
0:1 Raul (15., Kopfball, Vorlage Höwedes)
vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Allianz-Arena
Aufstellung FC Bayern: Kraft – Lahm, Tymoshchuk (59. Kroos), Breno, Pranjic – Luiz Gustavo (82. van Buyten), Schweinsteiger – Robben, Müller (77. Klose), Ribery – Gomez
Aufstellung FC Schalke: Neuer – Uchida, Metzelder, Höwedes, Sarpei (82. Schmitz) – Kluge, Matip, Annan (89. Papadopoulos)- Farfan, Raul, Jurado (61. Draxler)
Die Zusammenfassung des Spiels im ZDF-Kurzbericht. Die Trainer Felix Magath und Louis van Gaal im Interview nach der Partie. Und hier noch die Komplettaufzeichnung des Spiels.
Champions League 2010/11 Achtelfinale Hinspiel
Inter Mailand – FC Bayern München 0:1
0:1 Mario Gomez (90., Rechtsschuss, Vorlage Robben)
vor 80.000 Zuschauern im ausverkauften Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand
Aufstellung Inter: Julio Cesar – Maicon, Lucio, Ranocchia (73. Kharja), Chivu – Zanetti, Cambiasso, Motta – Stankovic, Sneijder – Eto’o
Aufstellung FC Bayern: Kraft – Lahm, Tymoshchuk, Badstuber, Luiz Gustavo – Pranjic (38. Breno), Schweinsteiger – Robben, Müller, Ribery – Gomez
Die ausführliche Zusammenfassung des Spiels…
Außerdem auch hier, hier, hier und hier, sowie im ZDF-Kurzbericht zu sehen
Ach es ist einfach unglaublich, diese Dusel-Bayern ![]()
Über 90 Minuten neutralisieren sich beide Teams weitestgehend in allen Bereichen des Spielfelds, kommen zwar vereinzelt zu sehenswerten Torchancen, scheitern aber allzu oft am eigenen Unvermögen, der aufmerksamen Abwehrreihe oder dem gegnerischen Torwart und dann versucht es Arjen Robben kurz vor Abpfiff, als der deutsche Fan sich zurück lehnt und schon mit dem für beide Seiten durchaus verdienten Unentschieden zufrieden geben will, doch nochmal mit einem platzierten Fernschuss, den Inter-Schlussmann Julio Cesar wie so oft nicht festhalten kann und nur nach vorne abprallen lässt, sodass Mario Gomez den Ball schließlich zum erlösenden und so wichtigen Auswärtstor über die Linie drücken kann. Wahnsinn. Das ist Champions League.
Die Bayern damit jetzt in einer glänzenden Ausgangslage für das Rückspiel in zwei Wochen. Den Champions League Titelverteidiger Inter Mailand haben sie genau da wo sie ihn haben wollten. Den Viertelfinaleinzug dürfen sich die Münchner vor heimischer Kulisse nun nicht mehr nehmen lassen. Ich bin nach dem heutigen Abend jedenfalls mehr als zuversichtlich.
Und die erhoffte Revanche für das verlorene Finale vom vergangenen Jahr ist ganz nebenbei auf besonders schmerzliche Art und Weise geglückt
Hier also Teil 2 unseres Roundups der Transfermeldungen im Winter 2011…
### Patrick Helmes verlässt den Bundesligazweiten Bayer Leverkusen nach zweieinhalb mehr oder minder erfolgreichen Jahren (mit einer ganz stattlichen Torquote von 28 Treffern in 57 Spielen). Der 26-jährige wechselt für 8 Millionen Euro zum VfL Wolfsburg, wo ihm ein Stammplatz und die Hoffnung auf eine Rückkehr in die Nationalelf winkt.
### Doch der Ex-Leverkusener ist bei den Wölfen nur einer unter vielen neuen Gesichtern, denn VfL-Manager Dieter Hoeneß hat das Team im Winter komplett umgekrempelt: neben Edin Dzeko verlassen den Klub noch Karim Ziani, Nassim Ben Khalifa, Vlad Munteanu und Andrea Barzagli. Dafür kommen Jan Polak (29, defensives Mittelfeld, für 3 Mio. vom RSC Anderlecht, sammelte bereits von 2005 bis 2007 in Nürnberg Bundesligaerfahrung), Tuncay Sanli (29, Offensiv-Allrounder, für 4,5 Mio. von Stoke City, bisher 78 Länderspiele für die Türkei, kam in der Premier League aber nicht zurecht, nur 20 Tore in 107 Spielen für Stoke und Middlesbrough), Ja-Cheoul Koo (21, zentrales Mittelfeld, für 2 Mio. aus Südkorea von Jeju United, 5 Tore in 6 Spielen beim Asiencup 2011) und Yohandry Orozco (offensives Mittelfeld, mit 19 Jahren schon venezuelanischer Nationalspieler, für 1,25 Mio. vom Zulia FC). Hoeneß erwartet vor allem von den beiden Talenten einiges, siehe Statement auf der Vereinswebsite. Und noch ein Lesetipp: Der VfLWolfsburgBlog analysiert das Transfergeschehen.
### Werder Bremen verstärkt sich mit dem brasilianischen Innenverteidiger Samuel Firmino de Jesus (24 Jahre, 1,90m, ablösefrei vom FC São Paulo). „Samuel ist ein junger, talentierter Spieler, der sowohl als Innenverteidiger, als auch auf den Außenpositionen einsetzbar ist. Wir sind gespannt, wie er sich in den nächsten Monaten bei uns entwickeln wird”, so Geschäftsführer Klaus Allofs. Er erhält vorerst nur einen Vertrag bis zum Sommer und wird sich bewähren müssen.
### Edson Braafheid wechselt ablösefrei vom FC Bayern zu 1899 Hoffenheim. Den ghanaischen Stürmer Prince Tagoe verleihen die Kraichgauer an Partizan Belgrad.
### Eintracht Frankfurt lässt Ümit Korkmaz (25, ausgeliehen an den VfL Bochum, mit Kaufoption), Cenk Tosun (19, Offensiv-Allrounder, für 550.000 Euro an Gaziantepspor) und Markus Steinhöfer (24, für 100.000 Euro Ablöse zum FC Basel) gehen, einziger Neuzugang ist Rückkehrer Nikola Petkovic (24, Links-Verteidiger, war ausgeliehen an den russischen Erstligisten Tom Tomsk). Blog-G ordnet die überschaubaren Frankfurter Transferaktivitäten ein.
### Der 1.FC Kaiserslautern holt den Tschechen Adam Hlousek (22, linkes Mittelfeld, von Slavia Prag) und den Brasilianer Lucas (19, Innenverteidiger, aus Leverkusen), jeweils auf Leihbasis mit Kaufoption.
Und nun zum Fazit: Insgesamt gaben die Bundesligisten rund 57 Millionen Euro für neuen Spieler aus. Dem stehen beeindruckende 75 Millionen Euro als Transfererlöse gegenüber, ein neuer Rekordwert, noch nie spülten Transfers im Winter mehr Geld in die Kassen der Klubs.
50 Spieler verließen ihre bisherigen Vereine, 48 neue Akteure kamen hinzu. Lediglich Tabellenführer Borussia Dortmund, Hannover 96 und der FC St.Pauli starten aus verschiedenen Gründen (Erfolg des bisherigen Kaders vs. Geldmangel) ohne Neuzugänge in die Rückrunde. Die Spitzenposition bei der Spieler-Rochade teilen sich der VfL Wolfsburg und 1899 Hoffenheim mit jeweils sechs Zu- und Abgängen. Beide Klubs belegten im Winter solide Ränge im Mittelfeld der Bundesliga, wollen aber in der zweiten Saisonhälfte allem Anschein nach noch einmal oben angreifen und gehen dafür auch finanziell in die Vollen.
Auch aus ökonomischer Sicht siegen die Wolfsburger. Trotz Ausgaben in Höhe von knapp 20 Millionen Euro kommt man unter dem Strich noch auf ein sattes Plus von 17 Millionen, verantwortlich dafür ist der neue Rekordtransfer der Bundesliga von Stürmer Edin Dzeko, er wechselte im Winter für ca. 35 Mio. vom VfL zu Manchester City und ermöglichte somit eine gewisse Freiheit auf dem Transfermarkt, die Manager Dieter Hoeneß auch bereitwillig ausfüllte.
So weit, so gut. Sind wir mal gespannt wie sich die Transfers für die Vereine letztendlich auswirken, wer sich etablieren kann, wie viele Spieler im Sommer schon wieder weg sind, welche Ablösesummen sich im Nachhinein als gerechtfertigt herausstellen werden und ob sich der ein oder andere Klub nicht doch lieber um den ein oder anderen Neuzugang hätte bemühen sollen…
Und zum Abschluss verweise ich noch auf Arnd Zeiglers komödiantischen Blick auf die “wunderbare Welt der Wintertransfers”
Er hat wieder zugeschlagen, Tim Wiese der Kung-Fu-Kicker
Vor zwei Jahren erwischte der Bremer Torwart den damaligen Hamburger Ivica Olic in Schulterhöhe mit den Stollen (dafür sah er kurioserweise nur Gelb), beim heutigen Heimspiel gegen den FC Bayern nietete er nun Gegenspieler Thomas Müller in ähnlich spektakulärer Art und Weise um…
Wiese erhielt folgerichtig die rote Karte und schlich vom Platz, für den SV Werder war das Spiel in der 88. Minute beim Stand von 1:3 sowieso gelaufen. Tja, das Gegentor hat er damals wie heute zwar verhindert, einen Strafstoß gab es dank des exzellenten Timings der Notbremse auch nicht (den Gegenspieler holte er sich jeweils außerhalb des Strafraums), das effektive Herauslaufen ohne anschließenden Platzverweis scheint ihm aber in seiner Karriere keiner mehr beibringen zu können
*** Update vom 31.01.2011 ***
Das Sportgericht des DFB verhängte für das Foul heute eine Sperre von drei Spielen gegen Wiese.
Hier nun die Ergebnisse und Spielberichte der Viertelfinal-Begegnungen des DFB-Pokals 2010/11…
Dienstag 25.1.
FC Schalke 04 – 1. FC Nürnberg 3:2 n.V. => Video-Highlights, die Komplettaufzeichnung des Spiels vom ZDF, die Stimmen zum Spiel
Fazit: eine tolle, spannende, von beiden Seiten sehr offen geführte, temporeiche Partie, mit obendrein wirklich wunderschönen Toren, und dann gings auch noch in die Verlängerung…
Mittwoch 26.1.
FC Energie Cottbus – 1899 Hoffenheim 1:0 => Video-Highlights (13 Minuten), auch hier
MSV Duisburg – 1. FC Kaiserslautern 2:0 => Video-Highlights (13 Minuten), auch hier
Alemannia Aachen – FC Bayern München 0:4 => Video-Highlights (20 Minuten), auch hier, Highlights und Spielanalyse mit Philipp Lahm, Stimmen zum Spiel
Fazit: Zwei Überraschungssiege von den Zweitligisten Cottbus und Duisburg, die Bayern ließen sich jedoch nicht umstoßen und siegten standesgemäß bei Alemannia Aachen
Die beiden Halbfinals finden am 1. und 2. März 2011 statt (ausgelost wird am 30. Januar). Auch dann übertragen wieder ARD und ZDF jeweils ein Spiel.
*** Update am 30.01.2011 ***
Folgende Halbfinalpartien wurden soeben im Rahmen der ARD-Sportschau ausgelost…
MSV Duisburg – Energie Cottbus
FC Bayern München – FC Schalke 04
Somit wird erstmals seit 2004 wieder ein Zweitligist im Pokalfinale stehen. Sollte sich der jeweilige Kontrahent aus dem Fußball-Oberhaus noch in der Liga für die Champions League qualifizieren (zumindest beim FC Bayern liegt dieses Szenario nicht allzu fern), dann erhält der Sieger des Duells Duisburg vs. Cottbus, unabhängig vom Ausgang des Finales, auch noch einen Startplatz für der Europa League in der kommenden Saison. Na wenn das kein Ansporn ist…






