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13.Sep 2011

Champions League 2011/12 Gruppenphase 1. Spieltag
Borussia Dortmund – FC Arsenal 1:1

0:1 Robin van Persie (42., Rechtsschuss, Gervinho)
1:1 Ivan Perisic (88., Linksschuss)
vor knapp 65.600 Zuschauern im Signal-Iduna-Park in Dortmund

Aufstellung Dortmund: Weidenfeller – Piszczek, Hummels, Subotic, Schmelzer – S. Bender, Kehl (69. Blaszczykowski) – M. Götze, Kagawa (85. Zidan), Großkreutz (69. Perisic) – Lewandowski

Aufstellung Arsenal: Szczesny – Sagna, Mertesacker, Koscielny, Gibbs – Song, Arteta – Walcott (76. Frimpong), Benayoun, Gervinho (86. André Santos) – van Persie (86. Chamakh)

Die Zusammenfassung des Spiels…

Außerdem auch hier, hier und hier zu sehen

Betrachtet man Chancenanzahl und Spielanteile, dann schmeichelt das 1:1 Unentschieden am Ende wohl eher dem FC Arsenal. Für die mutig anstürmenden Borussen war hier heute zwar definitiv noch mehr drin (wenn Götze, Kagawa und Lewandowski denn mal EINEN versenken würden!), nach dem Abpfiff überwiegt allerdings doch zunächst die Freude, dass der späte Ausgleich noch geglückt ist und zumindest ein Punkt in Dortmund bleibt.

Das Fazit mit etwas Abstand: Gegen den Gruppenfavoriten FC Arsenal ein durchaus akzeptables Ergebnis, auf das sich in den kommenden fünf Gruppenspielen aufbauen lässt. Der BVB hat jedenfalls heute den Nachweis erbracht, dass er sich mit seiner Spielweise absolut auf Champions League Niveau bewegt und sich international vor keinem Team verstecken muss.

 

29.Aug 2011

Am vergangenen Samstag Abend stand das erste nominelle Spitzenspiel der noch jungen Bundesliga-Saison 2011/12 an. Der Vorjahresmeister Borussia Dortmund reiste zum amtierenden Vizemeister nach Leverkusen. Die Begegnung versprach so einiges und lieferte noch viel mehr, Tore gab’s keine, strittige Situationen dafür aber ohne Ende: viele Nickligkeiten, zwei rote Karten, obendrein ein umstrittener Platzverweis für den Co-Trainer der Borussen Zeljko Buvac und zum krönenden Abschluss noch ein nicht gegebener Freistoßtreffer für Dortmund in der 83. Minute.

Tja, und wer könnte uns all dies besser kommentieren als die Jungs vom BVB-Netradio. Hier ein Zusammenschnitt der heißen Szenen der Partie. Nobby und Boris auf 180, einfach unnachahmlich. Vor allem Schiedsrichter Wolfgang Stark muss dabei so einiges aushalten… :D

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25.Aug 2011

Mit großer Spannung erwarteten Europas Fußballgrößen die heutige Auslosung der Champions League Gruppenphase 2011/12 im Grimaldi Forum in Monaco. Ebenfalls vor Ort waren die Vertreter der drei deutschen Teilnehmer FC Bayern München, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund. Alles in allem dürfen wir mit den Ergebnissen recht zufrieden sein, wir sehen attraktive Gegner für unsere Bundesligisten und allseits durchaus reelle Chancen auf mindestens Platz 2 und somit den Einzug ins Achtelfinale des Wettbewerbs – es hätte schlimmer kommen können :)

Gruppe A: FC Bayern München, FC Villarreal, Manchester City, SSC Neapel
Gruppe B: Inter Mailand, ZSKA Moskau, OSC Lille, Trabzonspor
Gruppe C: Manchester United, Benfica Lissabon, FC Basel, Otelul Galati
Gruppe D: Real Madrid, Olympique Lyon, Ajax Amsterdam, Dinamo Zagreb
Gruppe E: FC Chelsea, FC Valencia, Bayer 04 Leverkusen, KRC Genk
Gruppe F: FC Arsenal, Olympique Marseille, Olympiakos Piräus, Borussia Dortmund
Gruppe G: FC Porto, Schachtar Donezk, Zenit St. Petersburg, APOEL Nikosia
Gruppe H: FC Barcelona, AC Mailand, BATE Borisov, Viktoria Plzen

Der FC Bayern bekommt es mit ManCity und dem SSC Neapel mit den jeweils stärksten Vertretern der Lostöpfe 3 und 4 zu tun, ausgleichend dafür allerdings mit Villareal zumindest ein vermeintlich leichteres Los aus der zweiten Gruppe (möglich wären u.a. auch Milan, Lyon und Valencia gewesen). Auf dem Weg zum Endspiel im eigenen Stadion muss die Qualifikation fürs Achtelfinale für die Münchner hier ohne Wenn und Aber drin sein. Stimmen zur Auslosung von Heynckes, Nerlinger und Co. finden sich auf der Vereinshomepage.

In Gruppe E darf Bayer Leverkusen den Kampf um Platz 1 und 2 mit dem FC Chelsea und Valencia aufnehmen, wird natürlich knackeschwer für das junge Team von Robin Dutt, aber Fußball spielen können sie in der Königsklasse schließlich alle. Der dritte Rang und somit die Qualifikation für das Sechzehntelfinale der Europa League wird als Minimalziel aber auf jeden Fall realisierbar sein, über Genk darf man hier als deutscher Vizemeister nicht stolpern… wobei… so ähnlich dachten wir im Vorfeld der EuroLeague Quali auch über den Mainzer Gegner Gaz Metan Medias.

Auch der deutsche Champion Borussia Dortmund bekommt eine nicht unlösbare Aufgabe auferlegt (bis kurz vor Schluss war u.a. auch die Zulosung in Gruppe H zu Barca und dem AC Milan möglich). Gegen Arsenal, Marseille und Piräus traue ich den Borussen nun durchaus eine Überraschung zu, wenn sie denn ihre erfrischende Spielweise des Vorjahres auch auf internationaler Ebene präsentieren können. Die Vorfreude bei Spielern und Funktionären ist jedenfalls riesengroß, wie die Stimmen zur Auslosung bezeugen.

SAT.1 überträgt pro Spieltag jeweils ein Mittwochsspiel im FreeTV, los geht es mit der ersten Spielrunde am 13. und 14. September, die letzten Partien werden am 6. und 7. Dezember bestritten.

 

1.Aug 2011

Mal wieder einen Klassiker rausgekramen… Matthias Sammer – einst unermüdlicher Antreiber in Dresden, Stuttgart, Mailand und Dortmund – im Zwiegespräch mit einem allzu kritischen Reporter, nachdem die Borussia eine 3:1 Führung noch unglücklich aus der Hand gegeben hatte…

Die Stimme ist noch halbwegs ruhig, aber das Gesicht spricht Bände :P

 

23.Jul 2011

DFL-Supercup 2011
Borussia Dortmund – FC Schalke 04 0:0, 3:4 nach Elfmeterschießen

vor knapp 61.000 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena auf Schalke

Aufstellung Borussia Dortmund: Weidenfeller – Piszczek, Felipe Santana, Hummels, Löwe (77. Leitner) – Kehl (75. S. Bender), Gündogan – M. Götze (75. Perisic), Kagawa, Großkreutz – Lewandowski

Aufstellung FC Schalke: Fährmann – Höger, Höwedes, Papadopoulos, Fuchs – Matip, Holtby – Baumjohann (89. Edu), Draxler (46. Jurado) – Raul – Huntelaar (69. Moravek)

Die Highlights des Spiels…

Außerdem auch hier und hier zu sehen. Und hier haben wir noch die Stimmen zum Spiel, die Siegerehrung und die Komplettaufzeichnung der Partie.

Tja, der BVB bestimmte das Spiel, erarbeitete sich über die gesamte Spielzeit reihenweise Chancen, nutzte aber keine einzige und am Ende werden sie für ebendiese mangelnde Effektivität bestraft, so läuft das bekanntlich im Fußball. Alles in allem wars ein wirklich schönes Spiel mit viel Biss, vielen ansehnlichen Offensivszenen und erstaunlich hohem Tempo, wenn man bedenkt, dass sich die Bundesligisten eigentlich noch immer mitten in der Vorbereitung befinden.
Auch die Neuzugänge (Gündogan und Löwe beim BVB; Fuchs, Fährmann und Holtby bei S04) machten eine durchweg gute Figur und fügten sich problemlos in den bestehenden Stamm der beiden Mannschaften ein.

Vorjahres-Pokalsieger Schalke erringt also den ersten offiziellen Titel der Saison 2011/12. Man darf gratulieren, wenn auch zähneknirschend ;)

 

21.Jul 2011

Noch etwas mehr als zwei Wochen sind es bis zum Start der Bundesliga Saison 2011/12 (das Eröffnungsspiel bestreiten am 5. August Borussia Dortmund und der Hamburger SV, ab 20:30 live in der ARD). Es wird also höchste Zeit, wie in jedem Jahr einen Blick auf die Transfers unserer Bundesligisten zu werfen und hier speziell die neuen Gesichter der Liga vorzustellen (siehe Archive von 2009 und 2010).

Wir starten diesmal ganz standesgemäß mit dem amtierenden deutschen Meister Borussia Dortmund. Viel hat sich beim BVB eigentlich nicht getan, vier Spieler der zweiten Reihe haben den Klub verlassen: Dede (hat noch keinen neuen Verein gefunden), Hajnal (bleibt nach dem halbjährlichen Leihgeschäft in Stuttgart, Ablöse 1 Mio. EUR), Feulner (geht nach Nürnberg) und Rangelov (ausgeliehen an Zweitligist Cottbus). Am schwersten wiegt jedoch der Abgang von Nuri Sahin, dem Eigengewächs und zuletzt unverzichtbaren Antreiber und Gestalter des Dortmunder Spiels. Real Madrid zahlte vergleichsweise überschaubare zehn Millionen Euro Ablöse für den türkischen Nationalspieler, die der deutsche Meister umgehend in vielversprechende Nachfolger reinvestierte. Zum Einen holte man Ilkay Gündogan für 4 Millionen aus Nürnberg, zum Anderen überwies man schätzungsweise 5,5 Millionen als “Königstransfer” für Ivan Perišić an den FC Brügge. Und letzterer soll hier als Bundesliga-Neuling nun kurz vorgestellt werden.

Perišić ist 22 Jahre alt, bereits kroatischer Nationalspieler (bisher drei A-Länderspiele + 17 Junioren-Länderspiele), 1,87 m groß, gilt als Mittelfeld-Allrounder (sammelte die meiste Spielerfahrung jedoch auf dem linken Flügel), wurde bei Hajduk Split ausgebildet, wagte 2007 als 17-jähriger den Schritt in die französische Ligue 1 zum FC Souchaux, kam dort jedoch kaum zum Zug, wechselte dann nach Belgien zu KSV Roeselare und schließlich zum Traditionsverein FC Brügge.

Dort reifte er abseits der breiten internationalen Öffentlichkeit zu einem der besten Mittelfeldspieler Belgiens. In 59 Spielen für Brügge erzielte er 35 Tore, allein in der vergangenen Saison verbuchte er beeindruckende 22 Treffer und 10 Vorlagen, wurde damit Top-Scorer der Liga und von den Kollegen zum belgischen Spieler des Jahres gewählt. Definitiv eine Hausmarke für einen solchen Jungspund, fußballerisches Talent ist somit ohne Zweifel vorhanden.

Die Torgefahr brauchen wir also nicht extra herauszustellen. Darüber hinaus gilt er als technisch äußerst beschlagen, kopfball- und flankenstark. In Dortmunds 4-2-3-1-System könnte Perišić also im linken offensiven Mittelfeld spielen (würde damit zum Hauptkonkurrenten für Kevin Großkreutz, der im letzten Jahr in jedem Bundesligaspiel auflief) oder tatsächlich Nuri Sahin im Zentrum beerben (die Alternativen wären hier wohl Sebastian Kehl, Sven Bender, eventuell Mario Götze, Shinji Kagawa, Antonio da Silva sowie die Neuzugänge Ilkay Gündogan und Moritz Leitner). Ein Kurzaufenthalt in Deutschland wird’s aller Voraussicht nach nicht, Perisic und der BVB einigten sich auf einen Fünfjahresvertrag bis zum Sommer 2016, Hut ab, keine Alltäglichkeit im Fußballgeschäft des 21. Jahrhunderts.

Und nun noch vier Minuten Bewegtbild. Hier sehen wir mal ein paar von Perišićs Toren und Vorlagen aus der letzten Saison, inklusive toller Flügelläufe, eiskalter Abschlüsse und direkter Freistoßtreffer…

Auf jeden Fall ein guter Fang von BVB-Trainer Jürgen Klopp, der das Team des deutschen Meisters definitiv aufwertet. Nötig ist es, schließlich stehen in dieser Saison auch endlich wieder Champions League Partien gegen die besten Mannschaften Europas an. Aber bis dahin sind ja noch zwei, drei Monate Zeit. In den beiden Spielen im LIGA total! Cup 2011 führte er sich jedenfalls mit einem hohen Laufpensum, guter Spielübersicht und einem Torerfolg gleich richtig gut ein, so darf’s gerne weitergehen…

 

19.Jul 2011

In Vorbereitung auf die anstehende Bundesligasaison trafen sich an zwei aufeinander folgenden Pokalabenden im Juli der FC Bayern München, Borussia Dortmund, der Hamburger SV und der 1.FSV Mainz 05 zum gemütlichen Kick im LIGA total! Cup 2011. Gespielt wurde in der neu eröffneten Mainzer Coface-Arena vor 33.500 Zuschauern.

Noch kurz zur Historie: Im Jahr 2009 siegte der Hamburger SV im Finale 3:0 gegen den VfB Stuttgart (der Wettbewerb firmierte damals noch als T-Home-Cup), ein Jahr darauf setzte sich der FC Schalke in der heimischen Veltins-Arena mit 3:1 gegen den FC Bayern durch.

Das fußballerische Niveau hielt sich auch diesmal leider wieder etwas in Grenzen und auch von den Neuzugängen durfte sich kaum jemand präsentieren. Aber die Mannschaften haben ja noch zwei intensive Trainingswochen vor sich, in denen sie speziell im taktisch-technischen Bereich arbeiten und die neuen Teammitglieder integrieren können.

Die Halbfinals

FC Bayern München – Hamburger SV 1:2
0:1 Heung Min Son (7., Rechtsschuss)
0:2 Heung Min Son (30., Linksschuss)
1:2 Toni Kroos (57., Rechtsschuss)
Die Highlights des Spiels…

1.FSV Mainz 05 – Borussia Dortmund 0:1
0:1 Ivan Perisic (33., Kopfball)
Die Highlights des Spiels…

Außerdem auch hier, hier und hier zu sehen

Das Spiel um Platz 3
1.FSV Mainz 05 – FC Bayern München 2:2, 4:5 nach Elfmeterschießen
1:0 Nikolce Noveski (11., Kopfball)
1:1 David Alaba (30. + 0, Kopfball)
1:2 Nils Petersen (57., Elfmeter, Rechtsschuss)
2:2 Anthony Ujah (59., Rechtsschuss)
Die Highlights des Spiels…

Außerdem auch hier zu sehen

Das Finale
Borussia Dortmund – Hamburger SV 2:0
1:0 Felipe Santana (50., Kopfball)
2:0 Mohamed Zidan (51., Rechtsschuss)
Die Highlights des Spiels…

Außerdem auch hier und hier zu sehen

Der BVB gewinnt damit den ersten (wenn auch inoffiziellen) Titel der Saison, Glückwunsch ;)
Am kommenden Samstag, dem 23. Juli, geht’s bereits weiter mit Live-Fußball. Dann trifft die Borussia als amtierender Bundesliga-Meister im Deutschen Supercup auf den Pokalsieger FC Schalke 04. Das ZDF überträgt ab 20:30 im FreeTV.

 

9.Jul 2011

So, es wird doch mal wieder Zeit für eine Neuerung hier im Blog. Vor kurzem fragte mich Florian, ob er denn nicht mal einen Gastbeitrag für FuViBlo.de verfassen könnte, ich hatte natürlich nichts dagegen, also setzte er sich fleißig an die Tastatur und legte los.

Ihr lest daher hier seine ausführlichen Zeilen zur Analyse und Einordnung der vergangenen Bundesligasaison 2010/11, eine schöne Ergänzung zu meinem etwas nüchterneren Statistik-Beitrag vom Mai.

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Wie fast in jedem Jahr, so hielt die Fußball Bundesliga auch in der Saison 2010/2011 wieder zahlreiche Überraschungen parat und selbstverständlich waren diese nicht nur ausschließlich positiver Natur. Gleich zu Beginn der Spielzeit überraschte bereits das Ergebnis der ersten Begegnung am 20. August 2010 zwischen den Vereinen Bayern München und dem VfL Wolfsburg, da die Bayern bei der Begegnung die klaren Unterlegenen waren und der VfL mit 2:1 als verdienter Sieger aus diesem Spiel hervor ging.

Auch fanden sich in dieser Saison zahlreiche Neuerungen, wie beispielsweise ein modernisiertes Bundesliga-Logo und zudem wurde auch ein neuer Ball namens „Torfabrik“ aus der Schmiede von Adidas eingeführt. Beides zu sehen im neu gestalteten offiziellen Bundesliga-Intro…

Dieser Ball wurde sowohl von der ersten als auch von der zweiten Bundesliga einheitlich eingesetzt, was es in der Geschichte der Bundesliga bisher noch nicht gab. Zudem spielten in dieser Saison seit langer Zeit erstmals wieder zwei Vereine aus einer gemeinsamen Stadt gegeneinander, der FC St. Pauli und der Hamburger SV. Doch sollte die Saison für den Absteiger St. Pauli leider einige negative Wendungen bereit halten.

Über eine echte Überraschung durften sich dagegen die Fans des 1. FSV Mainz 05 freuen, da die Mannschaft bereits zu Beginn der Saison mit sage und schreibe sieben Siegen in Folge glänzte und daher am Ende der Saison nun als eine der erfolgreichsten „Startmannschaften“ bezeichnet wird. Bisher hatten in der Vergangenheit nur zwei Vereine einen derartigen Saisonstart hingelegt, der FC Bayern München und der 1. FC Kaiserslautern in den Jahren 1995/96 und 2001/2002. Erstaunlicherweise wurde in jeder dieser beiden Spielzeiten, wie auch in der diesjährigen, Borussia Dortmund Meister! Am Ende war dies nicht unbedingt eine Überraschung, denn Dortmund stand bereits nach dem 15. Spieltag als Herbstmeister fest und sicherte sich zwei Spieltage vor Schluss die frühzeitige Meisterschaft durch den verdienten 2:0-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg. Gefestigt wurde die Position an der Tabellenspitze zudem durch den Sieg des 1.FC Köln mit einem 2:0 gegen den hartnäckigsten BVB-Verfolger, die Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen.

Als klarer Absteiger der Saison ging zum Unleid der Fans die Mannschaft des FC St. Pauli hervor, welche in der Saison 2011/12 nun in der 2. Bundesliga um den Aufstieg kämpft. Zwar gewann St. Pauli das erste Städtederby seit 1977 gegen den HSV mit 1:0, doch konnte dieses Ergebnis den Verein nicht vor dem Abstieg bewahren. Denn gleichzeitig musste St. Pauli in dieser Saison auch die höchste Niederlage seit der Vereinsgründung einstecken, die 1:8-Heimniederlage gegen die Bayern! Viele Fans und auch Sachverständige führen den Abstieg des FC St. Pauli mitunter auf das abgebrochene Spiel gegen den FC Schalke aufgrund des sogenannten „Becherwurfs“ zurück. Im Rahmen des Spiels, welches im heimischen Millerntor-Stadion ausgetragen wurde, traf ein aus dem Fanbereich der Hamburger stammender voller Getränkebecher den Schiedsrichterassistenten, woraufhin das Spiel abgebrochen und wenige Tage später “am grünen Tisch” mit 2:0 zugunsten des FC Schalke 04 gewertet wurde. Von diesem Zeitpunkt an brach die Pechsträhne des St. Pauli nicht ab und endete mit dem bereits erwähnten Abstieg der Mannschaft.

Als zweiter Absteiger dieser Saison ging der Verein Eintracht Frankfurt hervor, als für diesen in der Rückrunde eine nicht enden wollende Talfahrt begann. Die Frankfurter verloren tatsächlich zehn Spiele in Folge und zudem konnte die Eintracht in den ersten acht Spielen nicht ein einziges Tor erzielen. Aus diesem Grund können die Frankfurter hinter vorgehaltener Hand durchaus als die “Versagermannschaft” der Saison 2010/2011 bezeichnet werden und dürfen nun in der kommenden Saison gemeinsam mit dem FC St. Pauli eine Etage tiefer um den direkten Wiederaufstieg kämpfen.

In den beiden Relegationsspielen der Saison konnte sich letztendlich die Mannschaft Borussia Mönchengladbach gegen den Zweitligisten VfL Bochum behaupten und verbleibt somit in der ersten Bundesliga. Die Gladbacher besiegten den VfL im ersten Spiel mit einem knappen Ergebnis von 1:0, die zweite Begegnung zwischen den beiden Mannschaften endete 1:1 Unentschieden.

Als klarer Torschützenkönig der Saison 2010/11 ging der Bayern- und Nationalspieler Mario Gomez hervor, welcher über die gesamte Spielzeit hinweg durch eine ungemein hohe Fitness glänzte. Gomez schoss 28 Tore. Seine Treffer dürfen daher natürlich nicht fehlen, beim Zusammenschnitt der schönsten Tore der Saison…

Der letztjährige Champions League Finalist Bayern München konnte in der Saison 2010/11 am Ende leider nur den dritten Platz in der Tabelle belegen, Platz zwei und damit zum fünften Mal Vizemeister wurde Bayer Leverkusen. Die Freude über den Tabellensieg war bei den Dortmundern ungemein groß, da dies die erste verdient gewonnene Meisterschaft für den Verein seit dem Jahr 2002 darstellt. Hierdurch scheint nun endlich auch die Pokalniederlage aus dem Jahr 2008 der Dortmunder gegen die Bayern verdaut zu sein.

Zum Abschluss daher hier noch einmal die schönsten Szenen der schwarz-gelben Meistersaison 2010/11…

Homepage: Webhelp Fußball Forum

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Na, hat doch wunderbar funktioniert :)
Ich freu mich sehr und bedanke mich für den Artikel. Für weitere Gastbeiträge jeglicher Art bin ich immer offen, Interessierte schreiben mir einfach eine Mail und wir finden eine Lösung.

So, nun kann die neue Saison 2011/12 doch eigentlich kommen. Bis zum 5. August müssen wir uns noch gedulden, dann empfängt der amtierende Meister Borussia Dortmund den Hamburger SV vor 80.000 Zuschauern im heimischen Signal-Iduna-Park. Hach, endlich wieder Bundesliga, die Vorfreude steigt schon jetzt :)

 

17.Mai 2011

Nochmal eine große Portion schwarz-gelber Meisterfreude, die hier einfach rein muss :D

Eine feiernde Horde BVB-Spieler um Patrick Owomoyela und Mohamed Zidan stürmte am vergangenen Samstag mit Meisterschale und Biergläsern bewaffnet die gesittete Pressekonferenz im Anschluss an das letzte Saisonspiel und adelte die sichtlich überraschten Dortmunder Meistermacher Jürgen Klopp und Hans-Joachim Watzke vor der grinsenden Journalistenrunde durch die obligatorische Bierdusche…

Eintracht Frankfurt Trainer Christoph Daum saß schweigsam daneben und schaute ziemlich bedröppelt drein. Für ihn gabs nichts zu lachen, die Eintracht stieg nach sieben sieglosen Spielen unter seiner Führung sang- und klanglos ab. Er selbst verkündete gestern seinen Abschied, die zweite Liga wollte er sich dann doch nicht noch einmal antun. Tja, die Frankfurter Fans müssen wohl oder übel durch.
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16.Mai 2011

Wie im vergangenen Jahr stell ich auch zum Abschluss der Saison 2010/11 nochmal eine umfassende Abschlussbetrachtung der zu Ende gegangenen Bundesliga-Spielzeit zusammen.

Die Glückwünsche gehen diesmal ins Ruhrgebiet an Borussia Dortmund. Trainer Jürgen Klopp führte das Team überraschend aber souverän zum siebten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Die Schwarz-Gelben…

  • ● führten an 26 Spieltagen die Bundesliga-Tabelle an
  • ● erkämpften die meisten Siege (23)
  • ● mussten ligaweit die wenigsten Niederlagen einstecken (5)
  • ● kassierten mit Abstand die wenigsten Tore (22, es folgen der FSV Mainz mit 39 und der FC Bayern mit 40 Gegentreffern)
  • ● siegten auch in der Fair-Play-Wertung (mit nur 39 Gelben, einer Gelb-Roten und keiner einzigen Roten Karte)
  • ● und sind darüber hinaus wie in jedem Jahr DER Zuschauer-Magnet der Liga (13 von 17 Heimspielen waren ausverkauft, im Schnitt lockte man 79.151 und insgesamt 1.345.560 Zuschauer in den Signal-Iduna Park, nur Bayern München und der FC Schalke knackten neben dem BVB noch die Millionenmarke mit 1.173.000 bzw. 1.042.446 Zuschauern)

Nach einem solchen Jahr kann und darf es keinen anderen Titelträger geben. Weidenfeller, Hummels, Sahin, Kagawa, Barrios und all die anderen, sie stehen nach 34 Spieltagen verdient an der Spitze und stellen mit einem Altersschnitt von gerade einmal 24,2 Jahren noch dazu einen neuen Rekord als jüngste Meistermannschaft der Bundesliga-Geschichte auf. Eine Chronologie der Meistersaison von WDR Sport Inside.

Einfach ein tolles Jahr, das selbstverständlich nun würdig beendet und befeiert wird. Hier mal ein paar Impressionen und Interviews, ein längerer Bericht von der Feier in der Dortmunder Innenstadt und die offizielle feierliche Übergabe der Meisterschale vor 80.000 Fans im heimischen Stadion…

Abschlusstabelle
1 ~ Borussia Dortmund ~ 75 Pkt. ~ Champions League
2 ~ Bayer 04 Leverkusen ~ 68 Pkt. ~ Champions League
3 ~ FC Bayern München ~ 65 Pkt. ~ Champions League Qualifikation
4 ~ Hannover 96 ~ 60 Pkt. ~ Europa League
5 ~ 1. FSV Mainz 05 ~ 58 Pkt. ~ Europa League
6 ~ 1. FC Nürnberg ~ 47 Pkt. ~ Europa League
7 ~ 1. FC Kaiserslautern ~ 46 Pkt.
8 ~ Hamburger SV ~ 45 Pkt.
9 ~ SC Freiburg ~ 44 Pkt.
10 ~ 1. FC Köln ~ 44 Pkt.
11 ~ 1899 Hoffenheim ~ 43 Pkt.
12 ~ VfB Stuttgart ~ 42 Pkt.
13 ~ Werder Bremen ~ 41 Pkt.
14 ~ FC Schalke 04 ~ 40 Pkt.
15 ~ VfL Wolfsburg ~ 38 Pkt.
16 ~ Borussia Mönchengladbach ~ 36 Pkt. ~ Relegation
17 ~ Eintracht Frankfurt ~ 34 Pkt. ~ Abstieg
18 ~ FC St. Pauli ~ 29 Pkt. ~ Abstieg

“Overachiever” ganz klar Hannover 96. Im Vorjahr nach den schweren Erschütterungen durch Robert Enkes Tod noch mit Müh und Not auf Platz 15 gerettet, in dieser Spielzeit nun ein komplett gegenläufiger Saisonverlauf. Mit mutigem, schnellem und direktem Spiel hielt sich das Team von Trainer Mirko Slomka fast durchgängig unter den ersten Fünf, am Ende reichte es für Rang Vier und somit die direkte Europa League Qualifikation. Auch die Nürnberger (aus der Abstiegsrelegation auf Platz 16 auf Rang 6), Lauterer (als Aufsteiger der direkte Sprung auf Rang 7) und Mainzer (ihnen gelang eine erneute Verbesserung des guten Platz 9 im letzten Jahr auf Rang 5) seien an dieser Stelle mit ihren guten Abschlussplatzierungen lobend erwähnt.

Die enttäuschenden “Underperformer” des Jahres sind dagegen ganz klar der FC Schalke (von Platz 2 auf 14) und Werder Bremen (von Platz 3 auf 13), ein erschreckender Absturz zweier Champions League Teilnehmer. Schalke kann über den Umweg DFB-Pokal (ein Finalsieg gegen den MSV Duisburg vorausgesetzt) das Schlimmste noch abwenden und in die Europa League einziehen, die Bremer müssen dagegen erstmals seit 2004 wieder mal ein Jahr gänzlich auf internationale Spiele verzichten.

Der Aufsteiger FC St. Pauli verlässt als Tabellenletzter die Liga nach nur einer Saison wieder, Eintracht Frankfurt folgt nach sechs Erstligajahren als zweiter direkter Absteiger, Borussia Mönchengladbach muss in der Relegation gegen den VfL Bochum antreten.

Torschützenliste
1. Mario Gomez (Bayern München) mit 28 Toren in 32 Spielen
2. Papiss Demba Cissé (SC Freiburg) mit 22 Toren in 32 Spielen
3. Milivoje Novakovic (1.FC Köln) mit 17 Toren in 28 Spielen

28 Tore, Glückwunsch Herr Gomez, eine echte Hausmarke, hat sich zu einem exzellenten Vollstrecker entwickelt, hier mal eine kleine filmische Auswahl an Top-Toren. Diese Trefferzahl knackten zuletzt Grafite (2008/09, VfL Wolfsburg, in nur 25 Spielen, aber dafür inklusive 8 Elfmetertreffer), Ailton (2003/04, Werder Bremen) und Karl-Heinz Rummenigge (1980/81, FC Bayern München, am Ende mit 29 Toren) ;)
Über Platz 2 darf sich Cissé durchaus freuen, er hat sich mit seinen 22 Toren als bisher erfolgreichster afrikanischer Torschütze in die Geschichtsbücher der Liga eingetragen.

Scorerliste
1. Mario Gomez (Bayern München) mit 28 Toren und 2 Vorlagen
2. Thomas Müller (Bayern München) mit 12 Toren und 11 Vorlagen
3. Papiss Demba Cissé (SC Freiburg) mit 22 Toren und 0 Vorlagen

Zwei mal Bayern an der Spitze, dazu gesellen sich dann noch Arjen Robben (12 Tore, 8 Vorlagen) und Frank Ribery (7 Tore, 11 Vorlagen), doch trotz solch hervorragender Individualisten reichte es für den Klub in der Tabelle nur zu Platz Drei. Für den Titelkampf galt (zumindest in dieser Saison) am Ende dann also doch die alte Fußballerweisheit “11 Freunde müsst ihr sein”.

Sonstiges

  • ● Rekordverdächtig sind mit Sicherheit auch die 12 Trainerwechsel der abgelaufenen Saison, doch darüber wurde in den vergangenen Wochen und Monaten genug geredet. Interessant ist jedoch, dass das fröhliche Wechselspiel noch gar nicht vorüber ist, denn sieben Vereine werden im Juli mit einem neuen Spielleiter aus der Sommerpause kommen :)
  • ● Sehr beeindruckend sind die 17 Vorlagen in 33 Spielen von Christian Tiffert (1.FC Kaiserslautern)
  • ● Der Sünder der Liga ist Andreas Wolf vom 1.FC Nürnberg mit 12 Gelben Karten und einer Gelb-Roten
  • ● Ein glückliches Händchen bewies der Mainzer Trainer Thomas Tuchel, zehn mal wechselte er seinen Stürmer Sami Allagui ein, fünfmal traf dieser, Joker-König, tolle Quote, tolle Video-Compilation
  • ● Wenig überraschend, die Weiße Weste geht an BVB-Torwart Roman Weidenfeller, er spielte 14 mal zu Null
  • ● Diese acht Spieler sind die Dauerbrenner der Liga, sie verpassten keine einzige Spielminute: Timmy Simons (Nürnberg), Heiko Westermann (HSV), Manuel Neuer (Schalke), Filip Daems (Gladbach), Philipp Lahm (FC Bayern), Marcel Schäfer (Wolfsburg), Marcel Schmelzer (BVB) und Sven Ulreich (Stuttgart)
  • ● Wir haben zwei neue Rekordhalter: Claudio Pizarro ist mit seinen bisher 142 Toren der erfolgreichste ausländische Torschütze, Ze Roberto nach 336 Bundesligaspielen der ausländische Rekordspieler

So, jetzt reichts aber auch :)
Wir haben eine tolle Saison hinter uns. Ich wünsche eine angenehme Sommerpause. Auf Fußball muss jedoch in nächster Zeit niemand verzichten (Bundesliga-Relegation, DFB-Pokal, Champions- und Europa-League-Finale, Frauen WM, Transfergerüchteküche, Vorbereitung auf die neue Saison), denn nach dem Spiel ist ja bekanntlich vor dem Spiel :D

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