Weltmeisterschaft 2010, Gruppe A, 1. Spieltag
Uruguay – Frankreich 0:0
vor 64.000 Zuschauern im Green Point Stadium in Kapstadt
Die Zusammenfassung des Spiels
Außerdem auch hier und hier sowie im ARD-Kurzbericht zu sehen
Weltmeisterschaft 2010, Gruppe A, 1. Spieltag
Südafrika – Mexiko 1:1
1:0 Siphiwe Tshabalala (55., Linksschuss, Vorlage Dikgacoi)
1:1 Rafael Marquez (79., Rechtsschuss, Guardado)
vor 85.000 Zuschauern im Soccer City Stadion in Johannesburg
Die Zusammenfassung des Spiels
Außerdem auch hier und hier sowie im ARD-Kurzbericht zu sehen
Eeeendlich, es ist soweit, das Turnier beginnt.
Zur Einstimmung auf die beiden Spiele des ersten Tages, gibts jetzt zwei stimmungsvolle WM-Trailer, die die Vorfreude nochmal kräftig anheizen
Und nochmal WM-Literatur aus Südafrika, “Tod den Pavianen! Fußballwahnsinn in Südafrika” von Cathrin Hennicke und Claus Stäcker (Amazon Affiliate Link).
Jaaa… Tod den Pavianen!… nein, es geht in natürlich um Fußball
Die Kurzbeschreibung
Die in Südafrika lebenden und arbeitenden Journalisten Hennicke und Stäcker begleiten seit der Wahl Südafrikas zum Ausrichter der Fußball-WM 2010 die Vorbereitungen zum ersten WM-Turnier auf afrikanischem Boden. Längst hat sich die WM im Bewusstsein der deutschen Fans festgesetzt, und sei es durch den Streit um die lärmende Fußballtröte Vuvuzela. Das Buch erklärt, wo sie herkommt und wer den millionenfachen Kra
ch zu verantworten hat. Auch den Erfinder der schrillen Fanhelme, der Makarapas, haben die Autoren in seinem Township besucht.
Auch sonst bleibt kaum eine Frage unbeantwortet, z. B. das Geheimnis des afrikanischen WM-Rasens oder wie sich Afrikas reichster Stamm, die Bafokeng, sein eigenes WM-Stadion baute – mitten auf dem Dorf. Zum ersten Mal wird die verrückte und beispiellose Geschichte des Fußballs in Südafrika erzählt. Wussten Sie, dass anfangs Rugby und Fußball nicht voneinander zu trennen waren? Dass Mahatma Ghandi zwei Fußballteams in Südafrika besaß und bei der Wahl zum Verbandsfunktionär durchfiel? Dass Fußballer immer wieder die verordnete Rassentrennung – mit teils vier verschiedenen Ligen – überlisteten? Dass die erste gemischte Auswahl Südafrikas Argentinien 5 zu 1 vom Platz fegte? Dass nach dem Bundesliga-Skandal Anfang der 70er Jahre die halbe Mannschaft von Hertha BSC in die südafrikanische Liga wechselte? Oder dass in der harten Männerliga eine Frau pfeift – Südafrikas einzige FIFA-Schiedsrichterin?
Der Titel des Buches bezieht sich übrigens auf das afrikanische Sprichwort “Mit Lärm tötet man den Pavian”, mit dem Südafrikaner gern die Unabkömmlichkeit der Vuvuzela-Tröte in ihren Stadien begründen.
In kunterbunten, faktenreichen und aufwendig recherchierten Kapiteln gewähren die beiden Autoren einen wunderbaren Einblick in die südafrikanische Seele. Sie verpacken Gespräche, Geschichten und Erlebnisse in dutzende kleine Anekdoten, die Südafrika aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchten.
Spannende geschichtliche Fakten werden ausgegraben (das erste Fußballspiel, der erste Torschütze, der älteste Verein), Karrieren betrachtet (die ersten südafrikanischen Stars, deutsche Gastspieler und -trainer, Mahatma Gandhis fußballerische Erlebnisse im Kap-Staat), man taucht in die Fan-Kultur ein (laute Tröten, aufwendige Hüte, verbissene Derbys) und auch die dunkleren Zeiten werden angesprochen (Unterdrückung während des Apartheid-Regimes, Attentate auf Spieler und Funktionäre in den 70er und 80er Jahren, die Massenpanik im Johannesburger Ellis-Park-Stadion von 2001).
Der Leser erhält ein detailliertes 360-Grad-Panorama des fußballerischen Südafrika. Sehr kurzweilig, locker und witzig geschrieben, einfach die perfekte Unterhaltung für die spielfreien Tage der Weltmeisterschaft, dicke Empfehlung von mir
Das Buch als Softcover-Ausgabe versandkostenfrei bei Amazon (Amazon Affiliate Link).
Seiten: 421 | Erscheinungsjahr: 2010 | Oktober Verlag Münster
Noch ein Tag, dann gehts endlich los in Südafrika!
Heute noch mal ein musikalischer Ausflug…
Uwu Lena mit Schland o Schland (eiskalt Lenas Grand Prix Hit Satellite adaptiert)
Gefunden auf Ben Redelings Scudettoblog.de
Ein ganz heißer Videotipp: “Referees At Work – Schiedsrichter im Fokus” (Amazon Affiliate Link)
Die beiden Autoren Jean Libon und Yves Hinant begleiteten 2008 Top-Schiedsrichter durch die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz und dokumentierten deren Alltag während eines solchen Turniers. Anreise, Einstimmung in der Kabine, Spielleitung, Analyse und Nachbesprechung …
Die Protagonisten: Howard Webb – England, Manuel Mejuto González – Spanien, Roberto Rosetti – Italien, Peter Fröjdfeldt – Schweden, Massimo Busacca – Schweiz
Meine Highlights: die Aufzeichnungen der Kommunikation der Schiedsrichterteams während des Spiels, in der Form bisher einmalig, so nah war man den Unparteiischen als Fan noch nie.
Der Film wurde als Spezialausgabe in der von mir sehr geschätzten WDR-Doku-Reihe Sport-Inside ausgestrahlt und war zwischenzeitlich auch auf den Seiten des WDR abrufbar. Leider blieb dieser Service aber zeitlich begrenzt. Die 75-minütige Reportage ist somit nicht mehr frei im Netz verfügbar, kann aber mittlerweile bei Amazon als DVD-Version (in einer längeren Fassung, inklusive einiger Interviews mit diversen Schiedsrichtern als Bonusmaterial) bestellt werden. In einem eigenen Youtube-Channel und bei MyVideo.de gibt es noch einige Ausschnitte zum Reinschnuppern.
Ohne die Schiedsrichter liefe nichts in den Stadien und auf den Fußballplätzen. Sie sind leidenschaftlich und gerecht, aber letztlich auch nur Menschen. Meist fallen sie nur auf, wenn sie Fehlentscheidungen treffen und damit zum Buhmann werden. Anders als die großen Stars der internationalen Fußballszene nimmt der
Zuschauer die Schiedsrichter nur am Rande wahr – meist dann, wenn in den Augen der Fans eine Fehlentscheidung getroffen wird und der Unparteiische zum Buhmann wird. Doch was Schiedsrichter fühlen, wenn sie den massiven Druck der Öffentlichkeit, die Beleidigungen der Fans und auch die Beurteilungen aus dem eigenen Lager ertragen müssen, weiß keiner.
Mit dem Film “Die Schiedsrichter” zeigt das WDR-Fernsehen erstmals, wie es den Unparteischen vor und nach den Spielen geht – und vor allem währenddessen. Die Autoren Jean Libon und Yves Hinant durften einige Top-Schiedsrichter während der EM 2008 mit der Kamera begleiten und hatten sogar Zugang zu den Schiedsrichterkabinen und den Hotels der Referees. Ihr Film beobachtet sie auf dem Weg durch das EM-Turnier, unter anderem während des Endspiels Deutschland gegen Spanien. Die Kommunikation der Schiedsrichter untereinander, mit Spielern und Trainern und mit den UEFA-Beobachtern wurde ebenfalls aufgezeichnet – ein einmaliger Einblick in eine unbekannte Welt.
Eine ausgezeichnete 75-minütige Reportage, die einen komplett anderen Blick auf die so häufig so knallhart und unnahbar wirkenden Unparteiischen wirft. Unbedingt reinsehen!
Beispiel gefällig?
“Referees At Work – Schiedsrichter im Fokus” bei Amazon (Amazon Affiliate Link)
Spieldauer: 90 Minuten | Erscheinungsjahr: 2010 | Regisseur: Yves Hinant
Bonusmaterial: Interviews mit Regisseur Yves Hinant sowie einigen ehemaligen und aktiven Schiedsrichtern (u.a. Pierluigi Collina, Howard Webb, Roberto Rosetti)
Der Film ist außerdem Teil der großartigen zweiten Edition der 11 Freunde Fußballklassiker-DVD-Box.
Ein kleiner Videotipp kurz vor WM-Start: Bundestrainer Joachim Löw porträtiert von Boris Büchler im ZDF.
Seit 1425 Tagen ist Joachim Löw im Amt des Bundestrainers. Seit 12. Juli 2006. Der Mann geht seinen Weg und hält an seinen Prinzipien fest. Und hat sich akribisch auf die WM in Südafrika vorbereitet.
Zu finden in der Online-Mediathek des ZDF
Wer weiß, vielleicht ist die WM in Südafrika sein letztes Turnier als Trainer der deutschen Nationalmannschaft?!
Interessant: rechnet man die Ergebnisse der Länderspiele in das Punktesystem um (3 für einen Sieg, 1 für ein Unentschieden), dann ist die Ära Löw die erfolgreichste Zeit der DFB-Geschichte (Stand: heute) – 2,24 Punkte pro Spiel (unter Klinsmann gabs 2,0; unter Völler 1,85; Beckenbauer 1,89; Schön 2,09). Einzig ein Titel fehlt… noch…
Die Zahl der namhaften verletzungsbedingten Ausfälle zur Weltmeisterschaft wird länger und länger. Heute, vier Tage vor dem Eröffnungsspiel sind 11 potenzielle Star-Spieler des Turniers als “verletzt” gemeldet. Das ist erstmal der formelle Stand, der ein oder andere will sich aber evtl. trotz Schmerzen durch die Spiele kämpfen (Drogba) oder hofft, sein Team wenigstens in den späteren WM-Runden unterstützen zu können (Pirlo, Robben)…
Deutschland: Rene Adler (Rippenbruch), Michael Ballack (Knöchelverletzung)
Elfenbeinküste: evtl. Didier Drogba (Ellbogenbruch)
England: Rio Ferdinand (Knieverletzung), David Beckham (Achillessehnenriss)
Frankreich: Lassana Diarra
Ghana: Michael Essien (Knieverletzung)
Italien: evtl. Andrea Pirlo (Zerrung in der Wade)
Niederlande: evtl. Arjen Robben (Knieverletzung)
Nigeria: John Obi Mikel (Knieverletzung)
Portugal: Jose Bosingwa (Knieverletzung)
Wahnsinn, diese Namen. Da könnte man eine schöne Weltmeisterelf draus basteln. Sehr schade, zumal es für einige (Ballack, Pirlo, Beckham) die mit Sicherheit letzte Weltmeisterschaft gewesen wäre.
Ebenso prominent besetzt ist im übrigen die Liste der nicht-Nominierten (Ronaldinho, Francesco Totti, Karim Benzema, Esteban Cambiasso, Theo Walcott, Owen Hargreaves, Sebastien Frey u.v.m.) und die der nicht-Qualifizierten (u.a. Zlatan Ibrahimovic, Edin Dzeko, Ivica Olic, Andrey Arshavin, Emmanuel Adebayor).
Ein weiterer Buchtipp im Umfeld der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, Fußball in Afrika: Hintergründe zu »Elefanten«, »Leoparden« und »Löwen« von Daniel Künzler (Amazon Affiliate Link).
Die Kurzbeschreibung
Wer unterhaltsam und kompetent über den afrikanischen Fußball informiert sein will, findet hier Alltägliches und Kurioses, Geschichtliches und Politisches in einer lesenswerten Mischung präsentiert.
Künzler ist ein ausgewiesener Kenner afrikanischer Kulturen und Lebensart. Er versteht es, spannend
und kompetent zu vermitteln, wie der Fußball in Afrika »tickt«. Mit seinen Geschichten und seiner Sachkenntnis führt er uns mitten hinein in afrikanische Fußballrealitäten.
Er hat in den letzten zwölf Jahren mehr als 20 Länder in Afrika besucht. Im kleinen Dorf am Rande der Sahara, in der Millionen-Metropole Kinshasa, in den Art Déco-Kinos von Asmara, am togolesischen Zoll, an Schulen, am Strand, in der Zeitung, am Fernsehen und vor allem in zahllosen Gesprächen ist er immer wieder dem Thema Fußball begegnet.
Der Autor schafft in diesem Buch einen äußerst interessanten Spagat… zum einen bringt er klar erkennbar seinen wissenschaftlichen Hintergrund als Doktor der Soziologie ein (dies äußert sich z.B. in umfassenden Verweisen auf wissenschaftliche Quellen, dem sauberen Aufführen von Argumenten für und gegen bestimmte Thesen und der sehr präzisen Wortwahl)… auf der anderen Seite führt er an vielen Stellen persönliche Erfahrungen und Erlebnisse mit dem afrikanischen Leben an, dies lockert die 15 Kapitel (die u.a. die weitreichende politische Einflussnahme in den Sport, “Magie im Fußball” und die einheimische Fankultur zum Thema haben) angenehm auf und schafft Authentizität.
In dieser Form ein etwas unkonventioneller Stil für die deutschsprachige Fußballliteratur, der eher weniger für den gemütlichen Leseabend herhalten kann und vielleicht nicht jedem zusagt. Wer sich aber eingehend und detailliert mit Geschichte und Geschichten des afrikanischen Fußballs auseinandersetzen möchte, dem sei das Buch ausdrücklich empfohlen.
Ich bin dem Autor jedenfalls gern durch die afrikanischen Fußballjahrzehnte von den Anfängen der Kolonisierung bis hin zur Vorbereitung der ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf dem Schwarzen Kontinent gefolgt.
Das Buch als Softcover-Ausgabe versandkostenfrei bei Amazon (Amazon Affiliate Link).
Seiten: 296 | Erscheinungsjahr: 2010 | Verlag: Brandes & Apsel
WM-Songs im weiteren Sinne ![]()
Chip.de stellt die Nationalhymnen der 32 WM-Teilnehmerländer zum Download bereit, die Songtexte liegen bei. Noch ist genügend Zeit zum Lernen.
In diesem Sinne… Einigkeit und Recht und Freiheit…
ch zu verantworten hat. Auch den Erfinder der schrillen Fanhelme, der Makarapas, haben die Autoren in seinem Township besucht.
Zuschauer die Schiedsrichter nur am Rande wahr – meist dann, wenn in den Augen der Fans eine Fehlentscheidung getroffen wird und der Unparteiische zum Buhmann wird. Doch was Schiedsrichter fühlen, wenn sie den massiven Druck der Öffentlichkeit, die Beleidigungen der Fans und auch die Beurteilungen aus dem eigenen Lager ertragen müssen, weiß keiner.
und kompetent zu vermitteln, wie der Fußball in Afrika »tickt«. Mit seinen Geschichten und seiner Sachkenntnis führt er uns mitten hinein in afrikanische Fußballrealitäten.





